Frühere Bundestagspräsidentin: Fast gesamtes Bundeskabinett nimmt an Trauerakt zu Gunsten von Rita Süssmuth teil

Am Staatsakt für die verstorbene Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) am kommenden Dienstag nehmen einem Zeitungsbericht zufolge fast das gesamte Bundeskabinett sowie Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) und Altkanzler Olaf Scholz (SPD) teil. Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf Bundestagskreise berichtete, sagten für das Gedenken im Bundestag auch alle noch lebenden Nachfolger Süssmuths in ihrem Amt als Parlamentspräsidentin sowie Sabine Bergmann-Pohl (CDU) zu, die Präsidentin der einzigen frei gewählten DDR-Volkskammer.

Bis auf Bauministerin Verena Hubertz (SPD) haben sich demnach alle Bundesministerinnen und -minister angemeldet. Hubertz befindet sich derzeit im Mutterschutz.

Ökumenischer Gottesdienst und Trauerzeremonie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte einen Trauerstaatsakt für Süssmuth angeordnet, zu dem Vertreter aller Verfassungsorgane – also auch des Bundesverfassungsgerichts – geladen sind. Neben Bundestagspräsidentin Julia Klöckner werden bei dem Staatsakt Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) und – auf Wunsch Süssmuths – der Autor und Journalist Heribert Prantl im Parlament sprechen. Die Trauerzeremonie beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Sankt-Hedwigs-Kathedrale in Berlin. Im Anschluss folgt der eigentliche Staatsakt im Plenarsaal des Bundestags.

Süssmuth war am Anfang Februar im Alter von 88 Jahren gestorben. Im Juni 2024 hatte sie eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht. Süssmuth wurde 1937 in Wuppertal geboren. 1981 trat sie in die CDU ein und wurde unter dem damaligen Kanzler Helmut Kohl 1985 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Ein Jahr später wurde ihr zusätzlich das Ressort Frauen zugesprochen. So wurde sie Deutschlands erste Bundesfrauenministerin. Von 1988 bis 1998 war sie als zweite Frau nach Annemarie Renger (SPD) Bundestagspräsidentin.