Verletzte in Republik Udmurtien: Ukraine: Russisches Raketenwerk weit im Hinterland angegriffen

Verletzte in Republik UdmurtienUkraine: Russisches Raketenwerk weit im Hinterland angegriffen

21.02.2026, 13:39 Uhr

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Eigenen Angaben zufolge setzte die Ukraine Flamingo-Marschflugkörper ein. (Foto: dpa)

Die russische Region Udmurtien ist ein Zentrum der Rüstungsindustrie. Die Behörden dort bestätigen einen ukrainischen Angriff – und Verletzte. Angeblich wurde eine Waffenfabrik getroffen.

Bei einem ukrainischen Luftangriff auf die für ihre Rüstungsbetriebe bekannte russische Republik Udmurtien sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen verletzt worden. Drei Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte in der Hauptstadt Ischwesk der regionale Gesundheitsminister der Republik, Sergej Bagin, bei Telegram mit.

Der ukrainische Generalstab teilte mit, es seien wichtige Objekte des militärisch-industriellen Komplexes und der Logistik des Feindes getroffen worden. Bei dem Angriff wurden demnach Marschflugkörper des Typs Flamingo eingesetzt. Ziel sei ein für die Herstellung von Interkontinentalraketen und Raketen der Typen Kinschal, Iskander und Oreschnik wichtiger Rüstungsbetrieb in der Stadt Wotkinsk rund 50 Kilometer nordöstlich von Ischewsk gewesen.

Bewohner in der Region westlich des Uralgebirges veröffentlichten auch Aufnahmen in sozialen Netzwerken von einem Brand und Schäden. Demnach soll eine Fabrik zur Herstellung von Raketentriebwerken Ziel gewesen sein. Eine amtliche Bestätigung dafür gab es nicht. Das russische Verteidigungsministerium teilte zwar mit, dass die Flugabwehr unter anderem 5 Flamingos und mehr als 170 Drohnen abgeschossen habe. Zu Schäden oder den genauen Orten machte das Ministerium wie fast aber immer keine Angaben.

Republikchef spricht von Schäden und Verletzten

Zuvor hatte der Chef der Republik Udmurtien, Alexander Bretschalow, berichtet, dass ein Objekt mit Drohnen angegriffen worden sei. Er sprach von Schäden und Verletzten. Details nannte er nicht – auch nicht den genauen Ort. Bretschalow forderte die Bewohner in der von dem Angriff betroffenen Region auf, nicht in Panik zu verfallen und keine unbestätigten Informationen zu verbreiten. Der Flughafen in Ischewsk sowie weitere in benachbarten Regionen setzten den Betrieb aus, wie die zivile Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte.

Hingewiesen wurde in ukrainischen Kommentaren auch darauf, dass die Rüstungsfabrik in Wotkinsk rund 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liege – und der Angriff ein weiterer Beweis dafür sei, dass Kiew die Fähigkeiten habe, folgenreiche Gegenschläge tief im russischen Hinterland auszuführen.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

Source: n-tv.de