Pazifik: US-Militär meldet drei Tote im Kontext Angriff uff angebliches Drogenboot
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein Schiff im angeblichen Kampf gegen Drogenhandel angegriffen. Bei dem Einsatz im östlichen Pazifik seien drei Männer getötet worden, teilten die Streitkräfte mit. Demnach soll das Schiff auf einer bekannten Schmuggelroute unterwegs gewesen sein.
Die US-Armee hat seit Herbst vergangenen Jahres mehr als 40 Boote in der Karibik und im Pazifik angegriffen. Nach eigenen Angaben verfolgt sie damit das Ziel der Regierung von US-Präsident Donald Trump, internationalen Drogenschmuggel zu unterbinden. Offiziellen Angaben zufolge wurden dabei bereits mindestens 145 Menschen getötet.
Bislang haben die USA allerdings nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind und stufen sie als außergerichtliche Hinrichtungen ein. Hinterbliebene von Opfern der Angriffe haben die US-Regierung verklagt.
Nach Lesart der US-Regierung befinden sich die USA in einem „bewaffneten Konflikt“ mit Kartellen in Lateinamerika. Dadurch seien die Angriffe als notwendige Eskalation gerechtfertigt, heißt es demnach. Immer mehr Kongressmitglieder kritisieren das Vorgehen der Regierung, darunter zunehmend auch Mitglieder von Donald Trumps republikanischer Partei.