Nach Freilassung: So gelang dem Fotografen die ikonische Aufnahme von Andrew








Das Foto von Andrew Mountbatten-Windsor auf dem Autorücksitz nach dem Verlassen der Polizeistation ging um die Welt. Der Fotograf erklärt, wie er die Aufnahme vorbereitete.

Mit angstgeweiteten Augen und tief versunken in den Rücksitz seines Autos verließ der gefallene Royal Andrew Mountbatten-Windsor am Donnerstagabend die Polizeistation von Ayslham in der englischen Grafschaft Norfolk.



Am Morgen seines 66. Geburtstags hatte ihn die Polizei mitgenommen – er soll sein Amt als britischer Handelsbeauftragter missbraucht haben, indem er dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vertrauliche Informationen von seinen Reisen mitgeteilt hat. Beamte durchsuchten zwei von Andrew genutzte Anwesen, um Beweise zu sichern. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung (lesen Sie hier, welche mögliche Strafe ihn erwartet).

Fotograf äußert sich zu ikonischer Andrew-Aufnahme

Fast zwölf Stunden blieb der Bruder von König Charles III. in Polizeigewahrsam, ehe Phil Noble, Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters, die – möglicherweise – Aufnahme seines Lebens gelang. Er drückte im richtigen Moment auf den Auslöser und schuf damit das ikonische Foto der Andrew-Affäre – nicht ohne Vorbereitung, wie er nun zu den Entstehungsumständen des Bildes verriet. 




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„Wir wussten nicht wirklich, wohin“, sagt er in einem Instagram-Video von Reuters. „Meine Managerin Suzanne und ich schauten uns verschiedene Polizeistationen an.“ An der richtigen angekommen, habe zunächst nichts auf den prominenten Beschuldigten im Inneren des Gebäudes hingedeutet. „Keine Autos, keine besondere Aktivität.“ 

Er habe eigentlich schon ins Hotel zurückfahren wollen, berichtet Noble. Dann habe ihm eine Kollegin eine Nachricht geschrieben: „Schau, zwei Autos sind angekommen. Ich denke, du solltest zurückkommen.“




„Gerade als ich wieder da war, öffnete sich die Garage der Polizeiwache und zwei Autos verließen sie – und in einem saß er.“ Das war der große Moment für Noble. „Es ist so viel Bewegung. Wo wird er sitzen? Es war dunkel, also musste ich das Blitzlicht verwenden. Mal klappt so etwas, mal nicht.“ 

Er habe zuvor ein paar Testfotos mit anderen Autos gemacht, deswegen habe er eine grobe Idee der richtigen Kameraeinstellungen gehabt. Und trotzdem: „Es war mehr Glück als Können“, sagt der Fotograf. „Der Foto-Gott war auf meiner Seite.“

wue

Source: stern.de