Europa und die USA: Ein Europa nachdem Maga-Art

War es kein Versuch einer Wiederannäherung, sondern eine im Kern radikal-ideologische Erpresserbotschaft, die der US-Außenminister in München ablieferte? Mein Kollege Holger Stark argumentiert im Kern so. Die Rede von Marco Rubio sei „vor allem ein Bekenntnis zum weißen, christlichen Nationalismus, dem sich Europa doch endlich anschließen möge“. Das ist die böswilligste Auslegung von Rubios Hauptmessage, dem Pochen auf das gemeinsame christliche Erbe Europas und der USA. Klar, man kann Rubios Verständnis der Nation als exkludierend lesen, so, als könnten Nichtchristen und Nichtweiße kein wahrer Teil von ihr sein.