Test welcher Verteidigungsfähigkeit?: Kampfjets fangen russische Bomber vor Alaska ab

Test der Verteidigungsfähigkeit?Kampfjets fangen russische Bomber vor Alaska ab

20.02.2026, 07:58 Uhr

Ein-russischer-strategischen-Bomber-und-Raketentraeger-TU-95-MS-im-Flug-waehrend-der-Militaerparade-zum-Tag-des-Sieges-auf-dem-Roten-Platz-in-Moskau-Die-Tu-95-setzt-Russland-regelmaessig-weit-im-eigenen-Hinterland-ein-um-zivile-Ziele-wie-Energieanlagen-in-der-Ukraine-unter-Beschuss-zu-nehmen
Ein russischer strategischer Bomber und Raketenträger TU-95 MS im Flug. (Foto: picture alliance/dpa/epa)

Vor dem Luftraum der USA kommt es zu einem Zwischenfall. Zwei russische Langstreckenbomber nähern sich der Grenze Alaskas. Das ruft einen Einsatz mehrerer Flugzeuge hervor. Es ist nicht der erste Vorfall, doch die Luftraumverteidigung gibt Entwarnung.

Wegen des Eindringens russischer Bomber und Kampfflugzeuge in die Luftverteidigungszone vor dem US-Bundesstaat Alaska sind mehrere Maschinen des Militärs zu einem Abfangeinsatz aufgestiegen. Zwei russische Langstreckenbomber vom Typ TU-95, zwei Kampfjets vom Typ SU-35 und ein Luftraumaufklärungsflugzeug des Modells A-50 seien von den eingesetzten Maschinen bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, teilte das Kommando für die nordamerikanische Luftraumverteidigung (Norad) mit. Die russischen Maschinen seien bei ihrem Vorstoß nicht in den kanadischen oder amerikanischen Luftraum eingedrungen.

Nach Angaben von Norad, das die USA zusammen mit Kanada betreiben, waren an dem Einsatz mehrere Flugzeuge beteiligt: je zwei Kampfjets vom Typ F-16 und F-35, vier Tankflugzeuge des Modells KC-135 sowie ein Awacs-Flugzeug zur Luftraumaufklärung vom Typ E-3. Es blieb unklar, ob es sich dabei ausschließlich um Flugzeuge des US-Militärs handelte oder ob auch kanadische Maschinen darunter waren.

Norad erklärte weiter, es gebe regelmäßig solche Zwischenfälle mit russischen Flugzeugen. Diese würden nicht als Bedrohung aufgefasst. Nach Ansicht von Militärexperten nutzen Staaten ein solches Vordringen häufig, um die Verteidigung der betroffenen Länder zu testen. Die Tu-95 setzt Russland regelmäßig weit im eigenen Hinterland ein, um zivile Ziele wie Energieanlagen in der Ukraine unter Beschuss zu nehmen.

Die Luftverteidigungszone liegt vor dem Luftraum eines Staates: Sie ist nicht Teil des Hoheitsgebiets, sondern bildet gewissermaßen eine Pufferzone. Dort müssen sich alle Flugzeuge identifizieren und ihre Koordinaten bekanntgeben. Dies diene der Gewährleistung der nationalen Sicherheit, heißt es bei Norad.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

Source: n-tv.de