Bloß nicht wie für Söder: Die Frage nachdem Merz‘ Prozenten beantwortet Linnemann nicht

Bloß nicht wie bei SöderDie Frage nach Merz‘ Prozenten beantwortet Linnemann nicht

19.02.2026, 19:32 Uhr

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Carsten Linnemann und Friedrich Merz bei der traditionellen Hallenbesichtigung am Vortag des Parteitages. (Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen)

Am Vorabend des CDU-Parteitags will Generalsekretär Linnemann partout nicht verraten, was für ihn ein gutes Ergebnis bei der Wiederwahl von Parteichef Merz wäre. Eins ist klar: So schlecht wie bei Lars Klingbeil und Markus Söder darf es auf keinen Fall werden.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich überzeugt gezeigt, dass die Partei sich bei der ersten Wiederwahl von Friedrich Merz zum CDU-Chef in dessen Zeit als Kanzler breit hinter den Vorsitzenden stellt. Eine genaue Zahl nannte er jedoch nicht.

„Wir werden ihm den Rücken stärken in unglaublich schwierigen Zeiten“, sagte Linnemann nach Beratungen der Spitzengremien seiner Partei in Stuttgart. An diesem Freitag beginnt der zweitägige Bundesparteitag der CDU in der baden-württembergischen Landeshauptstadt.

In der Partei gibt es angesichts des holprigen Starts der von Merz geführten schwarz-roten Koalition im Bund auch Unmut. Zum Beispiel darüber, dass der Kanzler Versprechungen von schnellen Reformen nicht einhalten konnte.

„Mache ich nicht“

Auf die Frage einer Journalistin, wie hoch das Ergebnis sein müsste, um Merz den Rücken zu stärken, gab Linnemann keine Antwort. „Hellsehen kann ich nicht“, sagte er. „Es wird ein gutes Ergebnis.“ Ähnlich verhielt Linnemann sich auf die Frage, ab wie viel Prozent er von einem guten Ergebnis sprechen würde. Es wäre schwierig für ihn, zu sagen, das Ergebnis müsse besser sein als bei SPD-Chef Lars Klingbeil oder CSU-Chef Markus Söder. „Mache ich nicht.“

Klingbeil hatte im vergangenen Sommer auf einem SPD-Parteitag in Berlin weniger als 65 Prozent erhalten, ein CSU-Parteitag hatte Söder im Dezember mit 84 Prozent im Amt des Parteichefs bestätigt.

Merz erhielt 2024 bei seiner ersten Wiederwahl nach CDU-Zählung 89,81 Prozent. Anders als andere Parteien rechnet die CDU Enthaltungen als ungültige Stimmen. Im Januar 2022 hatte Merz bei einem wegen der Corona-Pandemie digital organisierten Parteitag laut CDU-Zählung 94,62 Prozent erhalten. Bei einer aus rechtlichen Gründen folgenden Briefwahl kam Merz sogar auf 95,33 Prozent. Intern geht man in der CDU davon aus, dass Merz mindestens 90 Prozent erhalten sollte, um nicht geschwächt aus dem Parteitag hervorzugehen.

Linnemann verwies auf Merz‘ Rede auf der Sicherheitskonferenz in München, die „noch nicht verhallt“ sei. In München hatte der Kanzler sich deutlich von der US-Regierung abgesetzt. „Der Kulturkampf der Maga-Bewegung ist nicht unserer“, sagte Merz dort unter anderem – „Maga“ steht für „Make America Great Again“, den Slogan von US-Präsident Donald Trump.

„Es ist einfach so, dass ich spüre, dass in der Partei jeder weiß, um was es jetzt bestellt ist“, sagte Linnemann und verwies auf das Motto des CDU-Parteitags: Verantwortung verpflichtet. Er gehe davon aus, dass von dem Parteitag ein Signal der Reformbereitschaft und der Geschlossenheit ausgehen werde. „Und drittens: Rücken stärken für den Bundeskanzler und Parteivorsitzenden in schwierigen Zeiten.“

Quelle: ntv.de, hvo/dpa

Source: n-tv.de