Nach Festnahme von Ex-Prinz Andrew: König Charles nimmt offizielle Termine wahr

König Charles III. hat die ersten Termine nach Andrews Festnahme wahrgenommen. Er empfing Botschafter und besuchte die London Fashion Week.
In Großbritannien herrscht großer Aufruhr: Andrew Mountbatten-Windsor (66) wurde am Donnerstagmorgen auf dem königlichen Landsitz Sandringham in Norfolk festgenommen. Sein älterer Bruder, König Charles III. (77), hielt sich dennoch an sein Programm und ging in in London seinen royalen Pflichten nach. Am Nachmittag erschien der Monarch zum Auftakt der London Fashion Week. Er nahm bei der Modenschau von Tolu Coker in der ersten Reihe Platz.
Nur wenige Stunden zuvor hatte er im St. James’s Palace drei Diplomaten zu Audienzen empfangen: die spanische Botschafterin Emma Aparici Vázquez de Parga, den Botschafter El Salvadors, Francisco Lima Mena, sowie den kenianischen Hochkommissar Maurice Makoloo. Königin Camilla (78) zeigte sich am Donnerstag bei einem Mittagskonzert in der Sinfonia Smith Square Hall in London.
„Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen“
Kurz zuvor hatte sich Charles in einer Erklärung zur Verhaftung von Andrew geäußert. „Ich habe mit tiefster Besorgnis die Nachricht über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht des Amtsmissbrauchs erfahren“, hieß es in dem von der BBC veröffentlichten Statement. Ein „vollständiger, fairer und ordnungsgemäßer Prozess, durch den diese Angelegenheit in angemessener Weise und von den zuständigen Behörden untersucht wird“, werde jetzt folgen. Den Ermittlern sicherte er die Unterstützung des Königshauses zu. Weiter betonte er: „Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen.“ Zudem erklärte er, dass die Familie ihre Aufgaben als Royals weiterhin wahrnehmen werde.
Festnahme an Andrews 66. Geburtstag
Die Festnahme selbst hatte sich am Morgen an Andrews Wohnsitz Wood Farm auf dem Landsitz in Sandringham abgespielt – am 66. Geburtstag des ehemaligen Prinzen. Der BBC zufolge wurde er wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen.
Andrew wird verdächtigt, in seiner damaligen Funktion als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Informationen an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) weitergegeben zu haben. Im Falle einer Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs droht ihm in Großbritannien eine Höchststrafe von lebenslanger Haft. Andrew bestritt zuvor jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein.
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Source: stern.de