Familien-Filz im Rahmen Rechtsextremen: AfD-Bundestagsabgeordneter beschäftigt Ehemann von Thüringer Landtagsabgeordneten

Familien-Filz bei RechtsextremenAfD-Bundestagsabgeordneter beschäftigt Ehemann von Thüringer Landtagsabgeordneten

18.02.2026, 15:25 Uhr

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Stefan Schröder verteidigte die Einstellung. (Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Nach dem Bekanntwerden des Netzwerks aus Anstellungen von Familienmitgliedern innerhalb der AfD in Sachsen-Anhalt wird ein weiterer Fall bekannt. Der Betroffene sei aufgrund seiner „fachlichen Ausbildung und Qualifikation“ im Bundestag beschäftigt, heißt es aus der Partei.

Der Mann der Thüringer AfD-Landtagsabgeordneten Wiebke Muhsal arbeitet beim AfD-Bundestagsabgeordneten Stefan Schröder. Er sei als wissenschaftlicher Mitarbeiter in seinem Büro beschäftigt, sagte Schröder auf Nachfrage. Zuvor hatte der Podcast „Inside AfD“ des Nachrichtenmagazins Politico darüber berichtet.

„Er ist aufgrund seiner fachlichen Ausbildung und Qualifikation seit Beginn der Legislatur in meinem Bundestagsbüro beschäftigt“, sagte Schröder dem Podcast. Muhsal sagte demnach: „Arbeitsverhältnisse in parlamentarischen Büros richten sich nach den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen.“ Der dpa sagte Schröder, der Mitarbeiter habe einen Doktor in Philologie.

Bei der AfD waren zuletzt mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Familienangehörige von AfD-Politikern bei anderen Bundestagsabgeordneten beschäftigt worden sind. Für Aufsehen sorgten solche Fälle unter anderem in Sachsen-Anhalt, wo im September ein neuer Landtag gewählt wird.

Wiebke Muhsal ist parlamentarische Geschäftsführerin der Thüringer AfD-Fraktion, deren Vorsitzender Björn Höcke ist. Vertreter der Thüringer AfD hatten sich in den vergangenen Tagen teils kritisch zu sogenannten Überkreuz-Einstellungen geäußert. Höcke selbst teilte in sozialen Medien einen Text des rechten Vordenkers Götz Kubitschek, in dem dieser zu dem Thema schrieb: „Tünche reicht nicht, aufräumen muß man.“ Thüringens AfD-Co-Chef Stefan Möller hatte sogar Änderungen in der Satzung bei einem Bundesparteitag angeregt.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

Source: n-tv.de