Fall Gil Ofarim : Hotelmitarbeiter Markus Wolfram. bekommt Spenden z. Hd. sein Leid








Ein Influencer hat im Fall Gil Ofarim eine ganz besondere Aktion gestartet: Er bittet um Spenden für den geschädigten Hotelmitarbeiter Markus W.

Gil Ofarim hat eine Art Comeback geschafft. Durch seine Teilnahme am Dschungelcamp verdient der einst gefallene Popstar Geld. Allein für den Gewinn der Dschungelkrone gab es 100.000 Euro extra, 300.000 soll er als Gage kassiert haben. Das viele Geld hat er nicht ohne Grund bekommen: Ofarim hätte eine Geschichte zu erzählen. Eigentlich. Doch seine Strategie im Dschungel war: schweigen und Andeutungen machen.



Dabei wäre es eine gute Gelegenheit gewesen, Reue zu zeigen. Im Jahr 2021 hatte er einem Hotelmitarbeiter in Leipzig antisemitisches Verhalten vorgeworfen. In Australien erweckte er hingegen den Eindruck, als wäre seine Anklage damals zu Unrecht erfolgt. Er streute Andeutungen, obwohl er sich 2023 öffentlich dafür entschuldigt hatte, gelogen zu haben, was das angeblich antisemitische Verhalten von Mitarbeiter Markus W. betrifft. Es gab eine außergerichtliche Einigung.

Doch bis heute wartet Markus W. auf die damals vereinbarte Summe. Die „FAZ“ schreibt dazu: „Teil der zivilrechtlichen Vereinbarung war auch die Zahlung von 20.000 Euro Schmerzensgeld durch Ofarim an Markus W. Laut seinen Angaben hat der Sänger das Geld immer noch nicht gezahlt. Anwalt Stevens teilt auf Nachfrage mit, dass Ofarim bezahlen werde, sobald er ‚liquide ist‘. Dann werde er ‚binnen der mit Herrn W. vereinbarten Frist den ausstehenden Betrag begleichen’.“ Die Liquidität des Sängers hat sich durch seine Gage für die Teilnahme an „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ und die Gewinnsumme von 100.000 Euro nun erheblich verbessert. 


Hotelmitarbeiter des Gil-Ofarim-Falls meldet sich zu Wort

Nicht so die finanzielle Lage von Markus W. Ein Grund dafür, dass der Influencer Sanijel Jakimovski seine Follower um freiwillige Spenden für das Opfer Markus W. bittet. Gerührt von dieser Geste meldete sich nun auch der Geschädigte selbst mit einer Nachricht an den Influencer: „Hallo Sanijel, ich habe noch eine Bitte, die du gerne an die Community weitergeben darfst. Ich bin ein großer Freund von Transparenz – vor allem, wenn Menschen für einen Fremden Geld spenden sollen. Deshalb habe ich mir überlegt, wofür das Geld verwendet werden soll.“

Jahre öffentlicher Anfeindung liegen hinter Markus W. Einen Teil der eingegangenen Spendengelder möchte W. weitergeben und Gutes tun. Ein Anteil soll an „HateAid“ fließen, eine deutsche gemeinnützige Organisation, die sich gegen Hass im Netz engagiert und Menschen unterstützt, die von digitaler Gewalt betroffen sind. Außerdem will W. den Leipziger Verein Minilöwen finanziell bedenken, der sich für Früh- und kranke Neugeborene sowie deren Familien starkmacht.

Wie er weiter mitteilt, wolle Markus W. einen Anteil des Geldes nutzen für „Zeit für mich und meine Familie, die zu jeder Zeit an meiner Seite stand“. Den Schluss seiner Botschaft widmet er seinen Unterstützern: „Richte den lieben Menschen, die dazu beitragen, bitte viele herzliche Grüße aus. Ich bin unendlich dankbar für den Zuspruch und weiß das sehr zu schätzen.“ Der Influencer wolle die Geldübergabe am Ende der Spendenaktion ebenfalls für seine Follower transparent gestalten. 

Source: stern.de