Iran-USA-Verhandlungen: Iran will Straße von Hormus während Militärübungen teilweise schließen
Während eines Militärmanövers wird der Iran Teile der Straße von Hormus wegen
„Sicherheitsvorkehrungen“ für die Schifffahrt für einige Stunden sperren. Das berichten die iranische Nachrichtenagentur Fars sowie das iranische Staatsfernsehen. Das Manöver der iranischen Revolutionsgarden, dessen Dauer nicht mitgeteilt wurde, hatte am Montag begonnen.
Die Übung der iranischen Revolutionsgarden läuft parallel zu den Verhandlungen mit den USA zu einem politisch aufgeladenen Zeitpunkt. Bei
einem Marinemanöver feuerten die Streitkräfte Raketen auf Ziele im Meer. Das
Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen mobiler Raketenwerfer auf dem Land, die
Ziele in der Straße von Hormus an der Südküste trafen.
Bei der Militärübung seien auch Schnellboote mit Raketenwerfern im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung der Revolutionsgarden. „Die Raketen trafen ihre Ziele in der Straße von Hormus aus dem Landesinneren, von den Küsten und von den iranischen Inseln im Persischen Golf.“ Am Montag hatte das Staatsfernsehen berichtet,
die Militärübungen dienten der Vorbereitung „potenzieller Sicherheits-
und militärischer Bedrohungen“ in der Straße von Hormus. Anfang Januar hatte es bereits eine ähnliche Übung gegeben.
Die Wasserstraße ist strategisch wichtig für die weltweit wichtigsten Ölexportroute, welche Golfsstaaten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak und die
Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Golf von Oman und dem
Arabischen Meer verbindet. Iranische Offiziere hatten im Konflikt mit den USA in der Vergangenheit bereits damit gedroht, die Meerenge jederzeit blockieren zu können.
Der Iran und die USA verhandeln in Genf in indirekten Gesprächen, bei denen der Oman
vermittelt. Es geht um das iranische Atomprogramm, das nach Willen der USA und der westlichen Verbündeten das Land nicht zum Bau von Atomwaffen befähigen soll. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt gedroht, den Iran mit Gewalt zu zwingen, sein Atomprogramm einzuschränken. Der Iran teilte wiederum mit, dass er in einem solchen Fall mit einem Gegenangriff reagieren werde.