Alexandria Ocasio-Cortez: In dieser Bronx hat es ja unter ferner liefen geklappt
Es geht ja schon mal gut los. Nämlich damit, dass die Berliner Landespolitikerin Franziska Giffey auf einer Bühne vor fast 1.200 Menschen am Kleid der New Yorker Weltpolitikerin Alexandria Ocasio-Cortez hantiert. Giffey hat dem Gast einen kleinen Berliner Bären mitgebracht, blau mit pinker Schleife, „as a kind of Glücksbringer“. Blau sei ja die Farbe der Demokraten in den USA, sagt Giffey, und bei Pink, naja, da solle sie eben an die Frauen denken. Dann bindet sie Ocasio-Cortez kurzerhand den Bären auf.
Willkommen im Auditorium der Technischen Universität Berlin, willkommen zu „A Conversation with Alexandria Ocasio-Cortez“, oder: AOC. Die Frau ist so berühmt, dass sie längst ein weltweit verständliches Kürzel ist. Gerade war AOC bei der Münchner Sicherheitskonferenz, die New York Times hat die Stoppuhr mitlaufen lassen, als wären wir bei Olympia, um die Sekunden zu zählen, die Ocasio-Cortez brauchte, um eine knifflige außenpolitische Frage zu Taiwan zu beantworten (zwanzig sollen es gewesen sein). Ja, so bedeutend ist sie mittlerweile, nicht mehr nur der Rising Star der Linken in den USA, sondern gerüchteweise gar eine mögliche Präsidentschaftskandidatin. Sie ist die Frau, die vielleicht Donald Trump (und JD Vance) stoppen und die amerikanische Demokratie retten soll.