Diplomatie: US-iranische Gespräche unter Omans Vermittlung in Genf geplant

Der Oman soll in der kommenden Woche in Genf eine Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran ausrichten, die eine Einigung im Atomstreit herbeiführen soll. „Die Schweiz ist jederzeit bereit, ihre guten Dienste anzubieten, um den Dialog zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zu erleichtern“, sagte ein Sprecher des schweizerischen Außenministeriums gegenübr der Nachrichtenagentur AFP.

Die Eidgenossenschaft sei in Kontakt mit allen Parteien und „begrüßt und unterstützt diese Gespräche“, sagte der Sprecher. An welchem Tag die Gespräche stattfinden sollen, teilte er nicht mit.

Anfang Februar hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi im Oman indirekte Gespräche mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Präsidentenberater und Schwiegersohn Trumps, Jared Kushner, geführt. Als Vermittler war auch in dieser Runde der Oman tätig.

Trump droht mit Militäreinsatz

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Am Freitag hatte Trump mitgeteilt, ein Regierungswechsel im Iran sei „das Beste, was passieren könnte“. Die USA entsandten zudem einen zweiten Flugzeugträger in die Region, um den Druck auf Teheran zu verstärken.

Die Schweiz spielt für die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Iran und den USA seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Der neutrale Staat vertritt die Interessen der USA im Iran, seit Washington nach einer Geiselnahme von dutzenden US-Bürgern in Teheran 1980 die Beziehungen abgebrochen hat. Somit hat die Schweiz es beiden verfeindeten Staaten ermöglicht, ein Minimum an diplomatischen Beziehungen aufrechtzuerhalten.