Nahverkehr: Warnstreiks legen Nahverkehr in München und Nürnberg lahm
Der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in Bayern hat zu größeren Einschränkungen geführt. Einen geregelten Betrieb gibt es voraussichtlich erst am Donnerstag wieder. Die U-Bahn in München sei – mit einer einzigen Ausnahme am Abend wegen des DFB-Pokalspiels in der Allianz Arena – überhaupt nicht im Betrieb, teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit.
In Nürnberg seien sowohl die U-Bahnen als auch die Trambahnen in den Depots geblieben, sagte Michael Batog von der Gewerkschaft Ver.di. In Passau stehe alles still.
In Bayreuth hatte der Warnstreik bereits am Dienstag begonnen. Dort und in Dachau waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Es ist das zweite Mal im laufenden Tarifkonflikt, dass die Gewerkschaft in Bayern zu diesem Druckmittel greift. Schon bei der ersten Runde waren auch München und Nürnberg betroffen.
Die Gewerkschaft Ver.di fordert mehr Lohn und kürzere Arbeitszeiten
S-Bahnen und Regionalbahnen fahren jedoch in München und Nürnberg trotz des Warnstreiks weiter. Allerdings kommt es in München aufgrund von Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke ab dem späten Abend (22.20 Uhr) zu starken Einschränkungen bei der S-Bahn. Teilweise fahren in den betroffenen Städten auch Busse, wenn sie von privaten Dienstleistern im Auftrag der Verkehrsbetriebe stammen.
Ver.di fordert in dem Tarifkonflikt in Bayern unter anderem eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro und eine Senkung der Wochenarbeitszeit. Die bayerischen Städte weisen das als zu teuer zurück, zumal sie bereits weitere Verbesserungen und eine Entgelterhöhung von mindestens fünf Prozent angeboten hätten.