Messaging-App: Russland kündigt Einschränkungen pro Telegram-Messenger an
Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor (RKN) hat angekündigt, den Informationsaustausch über die in Russland intensiv genutzte Messaging-App Telegram einzuschränken. Es würden weitere restriktive Maßnahmen ergriffen, da Telegram fortlaufend gegen russisches Recht verstoße, teilte RKN mit. Zum genauen Charakter der Maßnahmen nannte die Behörde keine Details.
Zuvor hatten russische Medien über Nutzerbeschwerden bei der App seit Montag berichtet. Demnach kommt es vermehrt zu Verbindungsproblemen. Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichteten, dass die App zwar funktioniere, das Herunterladen von Videos jedoch länger dauere als bislang. Im vergangenen Jahr war RKN mit ähnlichen Einschränkungen gegen YouTube vorgegangen: Die Videoplattform blieb nutzbar, funktionierte jedoch deutlich langsamer als zuvor.
Russische Behörden werfen Telegram vor, Inhalte nicht gelöscht zu haben, die nach russischem Recht unzulässig seien. Die von dem gebürtigen Russen Pawel Durow gegründete App wird in Russland, ähnlich wie in der Ukraine, in vielen Lebensbereichen und auch in der offiziellen Kommunikation von Behörden oder öffentlichen Persönlichkeiten sowie von Soldaten an der Front in der Ukraine stark genutzt.
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