Juso-Chef: Philipp Türmer wirft welcher Union „Klassenkampf“ vor

Der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer hat die CDU hart für deren Forderungen in der Arbeits- und Sozialpolitik angegriffen. In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel wirft Türmer dem Koalitionspartner vor, einen Klassenkampf zu führen. „Er wird betrieben von einer Union, die zwar gelegentlich
von Sozialpartnerschaft redet, tatsächlich aber keinen
Interessenausgleich sucht“, schreibt der Vorsitzende der
SPD-Nachwuchsorganisation.
Die Union wolle die Interessen einer kleinen Gruppe von Arbeitgebern
gegen 46 Millionen Beschäftigte durchsetzen. 

Als Beispiele nannte Türmer die Debatte über die Teilzeit, das
Arbeitszeitgesetz oder die telefonische Krankschreibung. „Der
Klassenkampf
ist längst da. Jetzt muss die SPD ihn mit führen und gewinnen.“

Mit dem Begriff „Klassenkampf“ greift Türmer die Debatte um SPD-Chefin Bärbel Bas auf, die von CDU-Seite nach Äußerungen über Vertreter der Arbeitgeber hart kritisiert worden war. „Die Union findet Klassenkampf nur dann problematisch, wenn er von unten geführt wird“, sagt Türmer.

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