Gaza: Grenzübergang Rafah wieder teilweise geöffnet
Der wichtige Grenzübergang Rafah
zwischen Ägypten und dem Gazastreifen ist wieder für den
Personenverkehr geöffnet. Der Übergang sei offiziell in Betrieb,
berichtete der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News. Auch
israelische Sicherheitskreise bestätigten die Öffnung.
Durch die Öffnung soll sowohl die
Ausreise einer begrenzten Zahl von kranken und verletzten Palästinensern
aus dem Gazastreifen wieder möglich werden als auch die Rückkehr von im
Krieg geflüchteten Menschen. Hilfsgüter werden aber weiterhin nicht über Rafah geliefert, die Laster müssen über den israelischen Grenzübergang Kerem Shalom fahren und werden dort kontrolliert. Die Wiederöffnung
hat deshalb weitgehend symbolischen Charakter. Der Schritt erfolgt laut der zuständigen israelischen Behörde Cogat als Teil
des Waffenruheabkommens zwischen Israel und der Hamas. Die Öffnung
wird nach Angaben der Behörde von der EU-Zivilmission Eubam begleitet.
Am ersten Tag sollten jeweils 50
Palästinenserinnen und Palästinenser den Grenzübergang in jede Richtung
passieren dürfen, sagte ein ägyptischer Beamter, der anonym bleiben
wollte. Im Gazastreifen hoffen laut den dortigen Gesundheitsbehörden etwa
20.000 Kinder und Erwachsene, das verwüstete Küstengebiet über den
Grenzübergang für eine Behandlung verlassen zu können. Tausende
Palästinenser außerhalb des Gebiets wollen einreisen und in ihre Heimat
zurückkehren.
Rafah ist der einzige Grenzübergang aus
dem Gazastreifen, der nicht über israelisches Gebiet führt. Israels Armee hatte an dem Übergang während seiner Offensive in Gaza im
Mai 2024 auf palästinensischer Seite die Kontrolle übernommen. Seitdem
war er fast durchgehend geschlossen.
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