USA und Iran: Wie Ernsthaftigkeit ist Trumps Drohung gegen den Iran?
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich weiter zu. US-Präsident Donald Trump droht dem iranischen Regime auf seiner Plattform Truth Social: Sollte Teheran nicht bereit sein, einen Deal zu unterzeichnen und auf Atomwaffen zu verzichten, könne es zu einem neuen Militärschlag kommen. Irans Atomchef Mohammad Eslami zeigte sich unbeeindruckt und wies die Forderungen der USA zurück. Bereits zuvor hatte Trump einen Angriff angedroht und dies mit dem brutalen Vorgehen des iranischen Regimes gegen Demonstrierende bei den jüngsten Massenprotesten begründet. Inzwischen sind zehn Kriegsschiffe des US-Militärs in der Region angekommen – eine ähnlich große Flotte wie beim US-Angriff auf Venezuela in der Karibik. Was die USA mit ihrer Drohkulisse erreichen wollen und wie Verbündete der USA in der Region, etwa Saudi-Arabien, auf die Situation blicken, ordnet ZEIT-Außenpolitikredakteurin Lea Frehse im Podcast ein.
Ob bei Verteidigung, Handel oder digitaler Infrastruktur: Deutschland ist in vielen Bereichen auf die USA angewiesen. Nun droht möglicherweise auch eine Abhängigkeit im Energiesektor. Im vergangenen Jahr hat der US-amerikanische Ölkonzern Sunoco die TanQuid-Gruppe übernommen. Das ist Deutschlands größter privater Betreiber von Tanklagern und Pipelines. Dazu gehören unter anderem Rohre, durch die Kerosin an deutsche Militärflughäfen geliefert wird – sie gelten als besonders schützenswerte militärische Infrastruktur. Der Gründer und CEO des Mutterkonzerns von Sunoco ist Kelcy Warren, ein bekennender Unterstützer von Donald Trump. Kritik an dem Verkauf kam aus der Opposition und von unabhängigen Thinktanks, die Deutschlands energiepolitische Unabhängigkeit in Gefahr sehen. Wie groß ist das Risiko tatsächlich? Und warum hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Deal genehmigt? Diese Fragen beantwortet der außenpolitische Korrespondent der ZEIT, Michael Thumann bei Was jetzt?.
Und sonst so? Ist das das Ende für Schiffe Versenken?
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski
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