US-Präsident: Trump verweigert Kommentar zu möglichem Angriff uff Grönland
US-Präsident Donald Trump hat eine klare Aussage zu einem möglichen US-Angriff auf Grönland verweigert. In einem kurzen Telefoninterview mit dem Sender NBC News äußerte er sich nicht dazu, ob er zur Übernahme Grönlands militärische Gewalt einsetzen würde.
Auf die Frage, ob er Gewalt anwenden würde, um die zu Dänemark
gehörende Insel für die USA in Besitz zu nehmen, antwortete Trump nur: „Kein Kommentar.“
Trump hat zuletzt immer wieder seine Drohung bekräftigt, Grönland besitzen zu wollen. Zuletzt schrieb er in einem Brief an Norwegens Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre, er zweifle an Dänemarks Anspruch auf Grönland. Er behauptete darin fälschlicherweise, es gebe keine schriftlichen Dokumente darüber, „nur
dass vor Hunderten von Jahren ein Boot dort gelandet ist – aber unsere
Boote sind dort ebenfalls gelandet“.
Weiter bekräftigte Trump seine Forderung, dass die USA Grönland besitzen müssten. „Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige und
totale Kontrolle über Grönland haben“, schrieb Trump. Zudem begründete er sein Handeln damit, den Friedensnobelpreis nicht erhalten zu haben. Seitdem fühle er sich nicht mehr dem Frieden verpflichtet.
Trump hatte am Samstag angekündigt, zehn Prozent zusätzliche
Einfuhrzölle auf Waren aus mehreren europäischen Ländern zu erheben,
darunter Deutschland, solange sie den Kauf
Grönlands durch die USA verhinderten. Auf die Frage, ob er diesen
Kurs durchziehen werde, sagte der US-Präsident dem Sender: „Das werde ich – hundertprozentig.“ Europa sollte sich eher auf den Ukrainekrieg fokussieren – nicht auf Grönland.