Iran: Hinrichtungen sind eine mächtige Waffe des Regimes

Es sind ein Foto, ein Name und ein Gerücht. Doch in ihnen zeigt sich die ganze Grausamkeit der vergangenen Tage. Ein junger Mann mit blondem Vollbart, 26 Jahre alt. Er lächelt in die Kamera, es schneit. Sein Name ist Erfan Soltani. Und offenbar ist er zum Tode verurteilt. 

Soltani ist Iraner. Einer, der bei den Protesten gegen die wirtschaftliche Lage im Land und gegen das Regime auf die Straße gegangen war. Bis er am 8. Januar in Karadsch verhaftet wurde. Da wurden die Proteste gerade immer größer, kurz darauf begannen die Revolutionsgarden brutal gegen die Demonstrierenden vorzugehen. Schossen sie nieder, zu Tausenden. Mindestens 3.000 Tote gibt das Regime an, Menschenrechtsorganisationen gehen von deutlich höheren Opferzahlen aus.