Wärme im Winter: Die Heizungsfrage

Wenn es dunkel und kalt wird in Deutschland, kommt es auf die Heizung an. In den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar verbraucht ein Haushalt oft mehr als die Hälfte der Heizenergie eines Jahres. Gerade in dieser Zeit lohnt es sich, auf die Raumwärme zu achten.

Faustregel: Reduziert sich die Zimmertemperatur um ein Grad, verringert das die Energiekosten um sechs Prozent. Weitere Spartipps sind Stoßlüften statt gekippte Fenster, freie Heizkörper und das Herunterdrehen des Thermostats in ungenutzten Räumen. Die Zeit eignet sich auch, um Energieabrechnungen durchzugehen. Ein Versorgerwechsel kann Kosten sparen.

Hingegen lassen sich Dämmung und Heizungsart kurzfristig schwer ändern. Rund drei Viertel aller Wohnungen in Deutschland werden mit Erdgas oder Öl beheizt, aber ihr Anteil sinkt. Deren Kosten dürften künftig auch durch einen zunehmenden CO2-Preis steigen.

Wann rechnet sich eine Wärmepumpe? Unklar ist, was aus der Vereinbarung im Koalitionsvertrag wird, das Heizungsgesetz abzuschaffen. Der Koalitionsausschuss hatte sich zuletzt darauf verständigt, das Gebäudeenergiegesetz (GEG), wie das Heizungsgesetz tatsächlich heißt, in Gebäudemodernisierungsgesetz umzubenennen.

Ob daraus noch mehr folgt? Ein anderer Titel ändert die Heizkosten wohl kaum. Solange die Fördermittel nicht steigen, sollten Eigentümer nicht zu lange abwarten. Gerade für ältere Heizungen können sie Alternativen früh kalkulieren, auch um sich für einen möglichen Ausfall zu wappnen.