Polizei findet toten Eisbader ++ Jugendlicher will Stromleitung von Schnee erlösen und stirbt

Kaum hat sich die Wetterlage nach Durchzug von Sturmtief „Elli“ beruhigt, drohen großflächiges Blitzeis und Eisregen. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Sonntag vor leichteren Schneefällen, die ab der Nacht von Westen her in gefrierenden Regen mit unwetterartiger Glatteisgefahr übergehen sollten.

Alle Ereignisse rund um die Wetterlage in Deutschland im Liveticker:

16:02 Uhr – Mehrere Unfälle auf A7 – Vollsperrung

Wegen mehrerer Glätteunfälle ist die Autobahn 7 ab Henstedt-Ulzburg Richtung Hamburg komplett gesperrt. Wie die Polizeidirektion Neumünster mitteilte, wird der Verkehr an der Anschlussstelle in Fahrtrichtung Süden von der Autobahn abgeleitet. Derzeit seien sowohl Polizei als auch Rettungsdienste vor Ort im Einsatz. Die Zahl der Verletzten ist noch unbekannt. Auf der Autobahn staut sich der Verkehr. Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise an die Witterung anzupassen.

15:53 Uhr – Jugendlicher stirbt bei Versuch, Stromleitung von Schnee zu befreien

Beim Versuch, eine Stromleitung von Schneemassen zu befreien, ist ein Jugendlicher in Oberbayern gestorben. Er habe die durchhängende Leitung am Freitag auf einem Hof in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) bemerkt, teilte die Polizei mit. Beim Versuch, den Schnee mit einer Teleskop-Astschere aus Metall von der Leitung zu entfernen, habe er einen Stromschlag erlitten.

Der Jugendliche, der demnach in Begleitung zweier Freunde war, sei schwer verletzt per Hubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Dort starb er laut Polizei am Sonntag an seinen schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen gehen die Beamten von einem tödlichen Unfall aus. Die Polizei warnte in diesem Zusammenhang davor, sich in die Nähe durchhängender Stromleitungen zu begeben.

15:49 Uhr – Polizei findet toten Eisbader in Teich – DLRG warnt vor Alleingängen

In Wismar in Mecklenburg-Vorpommern ist ein 40-Jähriger beim Eisbaden tödlich verunglückt. Rettungskräfte konnten den Mann nur noch leblos aus dem Wasser bergen. Ein Notarzt stellte seinen Tod fest. Der 40-Jährige war demnach am Morgen zum Eisbaden in einen Teich gestiegen. Aus zunächst ungeklärter Ursache tauchte der Mann aus dem Wasser nicht wieder auf.

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Bei der Suche nach ihm beseitigten Einsatzkräfte der Feuerwehr die Eisschicht auf dem Gewässer. Unterstützt wurde die Suche auch von Tauchern. Mehr als vier Stunden später wurde der Mann tot gefunden. Die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein.

Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) rät davon ab, allein Eisbaden zu gehen. „Man sollte wenigstens zu zweit unterwegs sein, um im Notfall reagieren zu können“, sagte ein Sprecher der DLRG der Deutschen Presse-Agentur. „Und man sollte natürlich körperlich gesund sein. Im besten Fall geht man vorher zum Arzt und klärt das ab.“ Etwa bei Herzproblemen könne es schnell kritisch werden.

15:18 Uhr – Eis und Schnee stoppen Müllabfuhr in einigen Regionen

Die Wetterlage hat in Teilen Niedersachsens die Müllabfuhr gestoppt. Betroffen sind unter anderem die Region Hannover, die Landkreise Göttingen und Leer sowie Braunschweig und Wilhelmshaven. Aufgrund von akutem Glatteis sei die Sammlung auf einigen Touren unterbrochen worden, teilte eine Sprecherin des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) mit. Dies betreffe vor allem das Umland von Hannover. Der Regen gefriere sofort auf Fahrbahnen und Fahrzeugen. Aus Sicherheitsgründen pausieren daher die Touren, bis sich die Wetterlage entspanne. Die Stadt Hannover sei nicht betroffen.

Aufgrund der extremen personellen und logistischen Belastung durch den parallelen Winterdienst-Einsatz können ausgefallene Touren nicht nachgeholt werden, wie aha mitteilte. Der Zweckverband geht jedoch davon aus, dass bei den höheren Temperaturen in den nächsten zwei Wochen alle Rückstände während des Regelbetriebs abgefahren werden können.

14:22 Uhr – Lastwagen hängt über Abgrund und droht abzustürzen

Ein Lastwagen ist in Oberbayern bei winterlichen Verhältnissen von der Straße abgekommen und an einem Abhang über einem Bach an Bäumen hängen geblieben. Weil das Fahrzeug abzustürzen drohte, traute sich der Fahrer nicht aus dem Fahrerhaus, wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mitteilte.

Demnach wählte der 40-Jährige nach dem Unfall am Morgen auf der Bundesstraße 305 bei Schneizlreuth (Landkreis Berchtesgadener Land) den Notruf. Einsatzkräfte sicherten den Lastwagen mit Stahlseilen ab und zogen ihn zurück auf die Straße.

11:19 Uhr – Regionalbahn am Bahnhof Glashütte in Sachsen entgleist

Am Bahnhof Glashütte im Osterzgebirge ist eine Regionalbahn entgleist. Die 25 Fahrgäste an Bord seien unverletzt geblieben, teilte die Bundespolizei mit. Die Strecke ist gesperrt. Die Polizei ermittelt zur Unglücksursache. Laut Bundespolizei sprang der Triebwagen komplett aus den Gleisen. Auch die erste Achse des zweiten Wagens sei entgleist.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschten winterliche Bedingungen mit Eis und Schnee. Der Verkehrsverbund VVO sprach von einer „witterungsbedingten Entgleisung“. Der Zugverkehr zwischen Altenberg und Heidenau ist unterbrochen. Es handelt sich nach Angaben der Bundespolizei um eine eingleisige Strecke. Der Verkehrsverbund teilte im Internet mit, dass ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden soll.

10:06 Uhr – Flüge auch an bayerischen Flughäfen wetterbedingt annulliert

An den Flughäfen in Bayern haben Airlines mehrere Flüge wetterbedingt gestrichen. „Aktuell liegen uns 15 Annullierungen bei 736 geplanten Flugbewegungen aufgrund der Wetterlage vor“, teilte ein Sprecher des Flughafens München mit. Am Airport Nürnberg waren für Montag 69 Starts und Landungen geplant – davon waren am Vormittag bereits vier Flugbewegungen annulliert.

09:41 Uhr – Schulbusse fahren in Rheinland-Pfalz nur eingeschränkt

Eis und Schnee haben den Schulbusverkehr in einigen Regionen von Rheinland-Pfalz am Morgen gestoppt. Betroffen waren vor allem der südliche Kreis Mainz-Bingen und der Norden des Landes, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte. Größere Probleme seien nicht bekannt geworden. Zentrale Abiturprüfungen waren nicht geplant, Deutsch stehe erst am Mittwoch an. In einigen Schulen standen aber die Abiklausuren in Gesellschaftskunde auf dem Plan.

09:17 Uhr – NRW-Schulministerin verteidigt landesweite Schulschließung

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) hat die landesweite Schulschließung wegen Glatteisgefahr gegen Kritik verteidigt und den Lehrkräften für die schnelle Organisation des Distanzunterrichtes gedankt. Es gehe um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg und darum, „dass wir die Entscheidung frühzeitig treffen, damit Schulen, aber auch vor allen Eltern und Kinder sich darauf einstellen können“, sagte Feller dem Sender WDR2.

08:19 Uhr – Wetterdienst hebt Glatteis-Warnung für NRW teilweise auf

Der DWD hat die Glatteiswarnung für Teile Nordrhein-Westfalens wieder aufgehoben. Vom Niederrhein bis nach Düsseldorf, Duisburg und Essen besteht nach Einschätzung der Meteorologen keine große Gefahr mehr durch überfrierende Nässe. Für die übrigen Teile von NRW wird weiter bis 10 Uhr mit der zweithöchsten Warnstufe vor glatten Straßen gewarnt. In Ostwestfalen könne es sogar bis 13 Uhr noch gefährlich glatt werden, schreibt der DWD.

Die befürchtete Warmfront mit starken Regenfällen war bereits in der Nacht über die großen Ballungsräume in Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Auf den gefrorenen Böden führte der Niederschlag teilweise zu glatten Straßen. Es gab Staus und Unfälle, der Winterdienst war im Dauereinsatz.

08:12 Uhr – Frankfurter Flughafen streicht zahlreiche Flüge

Am Frankfurter Flughafen sind am Morgen angesichts von Schneefall und Glatteiswarnungen zahlreiche Flüge gestrichen worden. Von den im Tagesverlauf geplanten 1052 Flügen seien 98 annulliert, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport. Die Zahl könne im Tagesverlauf noch steigen. Der Flughafen starte mit einem „angespannten Winterbetrieb“ in den Tag, man rechne mit erheblichen Beeinträchtigungen. Der große Winterdienst sei im Einsatz, auch das Rollfeld müsse geräumt werden. Auf den Parkpositionen der Flugzeuge seien 34 Fahrzeuge zur Enteisung der Maschinen im Einsatz.

Die Passagiere würden dringend gebeten, rechtzeitig vor ihrer Reise ihren Flugstatus zu prüfen, für die Anreise entsprechend der Wetterlage mehr Zeit einzuplanen. Zudem sollten sie mindestens drei Stunden vor Abflug am Terminal am Frankfurter Flughafen sein, so die Sprecherin. Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Tag eine Unwetterwarnung vor Glatteis für Teile Hessens herausgegeben.

07:27 Uhr – Hamburger Feuerwehr warnt weiter vor Eislaufen auf zugefrorenen Seen

Wer nach zwei Tagen mit zweistelligen Minusgraden auf Eislaufen auf Hamburgs Seen hofft, der täuscht sich. „Es gibt kein tragfähiges Eis in Hamburg“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Alle Behörden warnen seit Tagen vor dem Betreten der Eisflächen. Die Warnung sei nach wie vor aktuell. Bislang hätten sich alle in Hamburg auf die Warnung eingestellt, die Feuerwehr musste nicht ausrücken, weil Menschen ins Eis eingebrochen waren.

In den vergangenen beiden Nächten waren die Temperaturen in Hamburg auf bis zu minus 14 Grad gesunken. Für heute werden wieder Temperaturen im Plusbereich erwartet. Dafür ist Glatteis auf den Straßen möglich.

07:16 Uhr – Winterwetter verursacht Zugausfälle bei Metronom und Enno

Das Winterwetter führt zum Wochenbeginn zu zahlreichen Zugausfällen im Regionalverkehr in Niedersachsen und Hamburg. Bei den Bahnunternehmen Metronom und Enno fallen am Morgen einige Züge aus, wie die Unternehmen auf ihren Internetseiten mitteilten.

Beim Metronom sind unter anderem Verbindungen der Linie RE3 zwischen Uelzen und Hamburg sowie zwischen Uelzen und Hannover betroffen. Auch auf den Linien RB31 zwischen Hamburg und Lüneburg sowie RB41 zwischen Tostedt und Hamburg kommt es den Angaben zufolge zu Ausfällen. „Wir fahren auf allen Linien, allerdings mit Verspätungen und Zugausfällen!“, teilte das Bahnunternehmen mit.

Bei Enno fallen Züge der Linie RE50 aus. Betroffen ist die Verbindung zwischen Wolfsburg über Braunschweig nach Hildesheim. „Es bleibt dabei, wir können nicht fahren“, teilte das Unternehmen mit. Die Strecke sei zu stark vereist. Reisende werden gebeten, Alternativen zu nutzen oder ihre Fahrt zu verschieben.

07:01 Uhr – Bahn drosselt Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Strecken

Die Deutsche Bahn rechnet angesichts der angekündigten Glatteis-Lage am Montag mit Einschränkungen im Betrieb und mit Verspätungen. Man habe „vorsorglich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert“, hieß es auf der Website der Bahn. Betroffen seien zunächst die Abschnitte zwischen Hannover und Frankfurt, Wolfsburg und Berlin sowie Köln und Frankfurt. Dadurch könne es zu Verspätungen und Anschlussverlusten kommen. Alle ICE-Züge zwischen Berlin und Frankfurt würden zudem nicht in Braunschweig und Hildesheim halten, erklärte die Bahn.

Insgesamt habe man einen guten Betriebsstart am Morgen erlebt, sagte aber eine Sprecherin. Im Norden könne es noch zu Teilausfällen im Regionalverkehr kommen. „Insgesamt gibt es bisher keine größeren Störungen durch Glätte und Eisregen.“ Punktuell komme es kurzzeitig zu Beeinträchtigungen, die die Bahn-Mitarbeiter bislang aber schnell erledigen konnten.

06:14 Uhr – Glatteis bremst Verkehr in NRW aus

Das angekündigte Unwetter mit Glatteis führt in Teilen Nordrhein-Westfalens zu ersten Verkehrsbehinderungen. Im Oberbergischen Land und im Sauerland geht es auf den Autobahnen A4 und A45 teilweise nur noch sehr langsam voran. Schwere Unfälle gab es nach Angaben der Polizei zunächst aber nicht.

05:55 Uhr – NRW-Schulministerin: „Es ist kein schulfrei“

Wegen der Warnung vor Glatteis auf den Straßen bleiben die Schulen in Nordrhein-Westfalen zwar landesweit geschlossen – einen extra Tag Ferien gibt es deshalb aber nicht: „Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten“, betonte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.

Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.

04:30 Uhr – „Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt?“ – FDP kritisiert landesweiten Schulausfall

Die FDP in NRW kritisiert den landesweiten Ausfall des Schulunterrichts in Nordrhein-Westfalen wegen der Glätte-Warnung. „Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?“, schrieb NRW-Parteichef Henning Höne auf X. „Sicherheit geht vor. Aber Schulen werden in Deutschland zu schnell geschlossen“, argumentierte er. „Es leiden Schüler und Familien.“

00:05 Uhr – Verkehrsminister Schnieder: „Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei“

Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mahnt Deutschlands Autofahrer und Fußgänger weiter zu Vorsicht. Auch in den nächsten Tagen könne es zu Glatteis kommen, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei.“ Bald werde es tauen und Regen falle auf gefrorenen Boden.

20:06 Uhr – Auch in Bremen bleiben die Schulen zu

Wegen Blitzeis-Gefahr fällt der reguläre Schulunterricht im Bundesland Bremen am Montag aus, teilt die Sprecherin des Bildungsressorts mit. Es gibt Distanzunterricht. Das bedeutet, dass die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Hause lernen – angeleitet von ihren Lehrkräften. „Ziel ist es, Risiken auf den Schulwegen zu vermeiden und die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten zu gewährleisten“, so die Sprecherin.

Der Distanzunterricht gilt demnach in der Stadt Bremen für allen öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie für Schulen in freier Trägerschaft. Auch in Bremerhaven wird auf Distanz unterrichtet.

18:52 Uhr –  Schulausfall in ganz Niedersachsen wegen Glätte

Der reguläre Schulunterricht fällt am Montag in Niedersachsen wegen extremer Glätte aus. Alle Landkreise und kreisfreien Städte meldeten entsprechende Ausfälle. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln.

16:31 Uhr – Tief „Gunda“ bringt Schnee und Regen

Nach dem sonnigen Sonntag droht schon in der Nacht neues Wetterchaos. Von Westen her bringt Tief „Gunda“ Schnee und später Regen, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Folge sei „eine überregional unwetterartige Glatteis-Lage“, sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Der ADAC empfahl, auf unnötige Autofahrten zu verzichten. Gerade bei Blitzeis solle man das Auto lieber stehen lassen, warnte ein ADAC-Sprecher.

Die Deutsche Bahn rechnet für Montag nur mit kleineren Einschränkungen durch gefrierenden Regen. Es sei nicht davon auszugehen, dass es erneut so große Probleme wie am Freitag und Samstag geben könnte, sagte der Chef des für die Infrastruktur zuständigen Bahn-Unternehmens DB InfraGo, Philipp Nagl.

15:38 Uhr – Einbruchgefahr: Polizei warnt vor Betreten der Eisflächen

Die Berliner Polizei warnt vor dem Betreten zugefrorener Wasserflächen. Die Ermittler waren am Wochenende mit einem Hubschrauber in der Rummelsburger Bucht und am Zeuthener See im Einsatz, um Menschen vom Eis zu bekommen, wie ein Polizeisprecher sagte.

15:16 Uhr – Glatteisgefahr: Kein Unterricht an Schulen in NRW

Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gehen die Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag landesweit in Distanzunterricht. In den Schulen werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor gemahnt, es gebe für Montagmorgen in ganz Nordrhein-Westfalen wie auch in anderen Bundesländern „hohes Unwetterpotenzial“ durch gefrierenden Regen. „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“ sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU).

15:01 Uhr – Normaler Schulunterricht in Hamburg am Montag

Nach einem Tag schneefrei am Freitag gibt es für die Schüler in Hamburg am Montag wieder normalen Unterricht. Das bestätigte die Schulbehörde am Sonntag. „Aktuell liegen keine Warnhinweise vor, die eine andere Entscheidung rechtfertigen würden“, hieß es. Einzig die Sporthallen seien mindestens bis Montagabend nicht nutzbar, da sie aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. Privatschulen sind an die Entscheidung nicht gebunden, übernehmen diese in der Regel aber.

14:29 Uhr – Hauptstrecken nach Wintersturm wieder frei

Rund zwei Drittel des Fernverkehrs der Deutschen Bahn in Norddeutschland fährt wieder stabil, bundesweit seien es laut Bahn etwa 75 Prozent der Züge. „Die großen Hauptachsen sind alle freigeräumt und befahrbar“, sagte Bahnchefin Evelyn Palla am Mittag am Hauptbahnhof in Hannover. Sie bedankte sich bei den Einsatzkräften, die in den letzten Tagen im Einsatz waren.

13:05 Uhr – Bahnchefin verteidigt Krisenmanagement: Sicherheit immer „oberste Priorität“

Nach der Einstellung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn wegen Wintersturms „Elli“ in Norddeutschland hat Konzernchefin Evelyn Palla das Krisenmanagement verteidigt. Die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitenden habe für ihr Unternehmen immer „oberste Priorität“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof Hannover. Die Lage sei „sehr dynamisch“ gewesen, „weitreichende Schneeverwehungen“ hätten seit Freitag immer wieder bereits freigeräumte Streckenabschnitte blockiert.

Die Bahn sei „immer bestmöglich vorbereitet“, fügte Palla hinzu. Es gebe jedoch stets „Unbekannte“, jede Wetterlage sei „anders“. So sei vorher etwa unklar, welche Regionen und Strecken besonders betroffen sein würden. „Es ist uns tatsächlich gelungen, dass kein Zug auf freier Strecke liegengeblieben ist“, betonte die Bahnchefin. Dies sei wichtig, da bei Ausfall der Stromversorgung sonst kritische Situationen drohten.

11:49 Uhr – Störungen bei Metronom und Enno – Züge weiter verspätet

Die Bahnunternehmen Metronom und Enno rechnen weiter mit Störungen in ihrem Fahrplan. Zwar fahren die Züge auf den meisten Strecken wieder, es komme aber immer wieder zu Verspätungen und auch Ausfällen, teilte das Unternehmen Metronom mit.

So fällt die Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof Hannover und Nordstemmen aus, da ein Zug aufgrund einer eingefrorenen Weiche das Abstellgleis nicht verlassen kann. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auf den Verbindungen Banteln – Göttingen, Hamburg – Uelzen – Hannover und Bremen – Hamburg kann es demnach zu starken Verspätungen kommen.

11:35 Uhr – „Hohes Unwetterpotenzial“: NRW droht Glatteis

Zum Start in die neue Woche könnte es auf den Straßen in ganz Nordrhein-Westfalen gefährlich glatt werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht landesweit „hohes Unwetterpotenzial“ durch gefrierenden Regen.

Nach einer Nacht mit strengem Frost ziehe von Westen eine Warmfront heran, die am Montagmorgen teils starken Regen bringe. Auf den gefrorenen Böden könne es dann schnell spiegelglatt werden. Die größte Gefahr gebe es zwischen Mitternacht und 10.00 Uhr – in Ostwestfalen bis 13.00 Uhr. Eine genauere Prognose sei erst am Sonntagnachmittag möglich, schrieben die Meteorologen.

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08:20 Uhr – Glätte-Unfall bei Rosenheim legt Bahn lahm

Ein Autofahrer ist in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) an einem Bahnübergang gegen die Schrankenanlage gefahren und hat eine Streckensperrung verursacht. Der 20-Jährige sei wegen nicht angepasster Geschwindigkeit an die Glätte ins Rutschen gekommen, teilte die Polizei mit. Die Sperrung dauerte rund 45 Minuten. Die Polizei leitete ein Bußgeldverfahren gegen den Fahrer ein.

07:38 Uhr – Glatteis droht Berlin und Brandenburg

Es bleibt winterlich kalt in Berlin und Brandenburg. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) betragen die Höchstwerte an diesem Sonntag minus fünf bis minus ein Grad, dazu soll es viel Sonnenschein geben. In der Nacht zu Montag fallen die Tiefstwerte demnach auf minus 7 bis minus 15 Grad, stellenweise sogar minus 20.

Zum Wochenstart rechnet der DWD am Montag bei Höchsttemperaturen von minus drei bis minus ein Grad mit Schneefall. Dieser könne im Tagesverlauf in gefrierenden Regen übergehen und zu Glatteis führen. Dies soll sich in der Nacht zu Dienstag fortsetzen, so dass eine Unwettergefahr besteht. Die Tiefstwerte fallen auf minus zwei bis minus fünf Grad, heißt es. Dienstag ist es den Angaben zufolge bewölkt mit Niederschlägen, die Temperaturen sollen auf minus ein bis plus drei Grad steigen.

Samstag, 10. Januar:

22:20 Uhr – Nacht wird bitterkalt und frostig

Laut des Deutschen Wetterdienst soll es in der Nacht eisige Temperaturen geben. Erwartet werden Tiefstwerte zwischen minus fünf und minus zwölf Grad. Örtlich seien sogar minus 17 Grad möglich – am wahrscheinlichsten in der Lüneburger Heide in Niedersachsen.

„Die kommende Nacht dürfte die bisher kälteste Nacht des Winters werden“, sagte Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net gegenüber der „Bild-Zeitung“.

19:25 Uhr – Weiter Lawinengefahr in Bayern

Nach den jüngsten Schneefällen ist die Lawinengefahr in den Alpen gestiegen. Von den Allgäuer Alpen in Bayern bis zu den französischen Alpen wurde für Sonntag vielerorts große Lawinengefahr ausgerufen – die vierte von fünf Warnstufen.

Laut dem Lawinenwarndienst Bayern herrscht in den Allgäuer Alpen oberhalb der Waldgrenze große Gefahr. Darunter besteht erhebliche Gefahr (Stufe 3). Das Hauptproblem sei der sogenannte Triebschnee. Dabei handele es sich um spröde Schneemassen, die vom Wind verfrachtet wurden, hieß es. Lawinen könnten schon bei geringer Belastung oder sogar ohne menschliche Einwirkung abgehen.

dpa/AFP/dts/Reuters/kami/cvb/jac/sara/sebe/säd

Source: welt.de