Golden Globes 2026: Timothée Chalamet gewinnt ersten Golden Globe

Der US-Schauspieler Timothée Chalamet hat erstmals
einen Golden Globe gewonnen. Bei der 83. Verleihung der Film-
und Fernsehpreise in Beverly Hills erhielt der 30-Jährige den Preis als
bester Hauptdarsteller in der Kategorie Komödie/Musical für seine
Rolle als Tischtennisspieler im Film Marty Supreme. Der US-Sender CBS strahlte die rund dreistündige Show, zu der zahlreiche Hollywoodstars eingetroffen waren, live aus.

Chalamet war schon viermal für Golden Globes nominiert gewesen, aber in der Vergangenheit stets leer ausgegangen. Nun setzte er sich gegen George Clooney (Jay
Kelly)
, Leonardo DiCaprio (One Battle After Another), Ethan Hawke
(Blue Moon), Lee Byung-Hun (No Other Choice) und Jesse Plemons
(Bugonia) durch. 

Sein Vater habe ihm beigebracht, immer dankbar
zu sein für das, was man habe, sagte Chalamet in seiner Dankesrede. Das
habe ihm in der Vergangenheit dabei geholfen, wenn er bei
Preisverleihungen leer ausgegangen war. Umso „süßer“ sei nun dieser
Moment. 

Die Preisverleihung zog zahlreiche Prominente an: Ariana Grande lief in einer eleganten schwarzen Robe über den roten
Teppich, Kate Hudson glänzte in Silber, Jennifer Lawrence zeigte
reichlich nackte Haut. Auch George Clooney in Begleitung von Ehefrau
Amal und Selena Gomez gemeinsam mit Benny Blanco waren unter den vielen
Filmschaffenden und Stars, die an Fotografen vorbeiflanierten.

„Hamnet“ bekam Golden Globe als bestes Drama

Die Ausrichter der Golden Globes prämierten Künstlerinnen und Künstler in 27 Film- und Fernsehkategorien sowie einer Podcastsparte:

Zur besten weiblichen Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical wurde die australische Schauspielerin Rose Byrne gekürt. Die 46-Jährige bekam den Preis
für ihre Rolle in der Tragikomödie If I Had Legs I’d Kick
You
 von Filmemacherin Mary Bronstein.

Der Film Hamnet gewann den Golden Globe als bestes Filmdrama. Das Familiendrama der Regisseurin Chloé Zhao war mit sechs Nominierungen
ins Rennen gegangen. Der Film thematisiert auf fiktive Weise die Trauer
von William Shakespeare und seiner Frau Agnes nach dem Tod ihres
Sohnes. 

Für ihre Darstellung von Shakespeares Frau gewann die irische Schauspielerin Jessie Buckley den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in der Kategorie Drama. Buckley setzte sich gegen Jennifer Lawrence (Die My Love), Renate Reinsve
(Sentimental Value), Julia Roberts (After the Hunt), Tessa Thompson
(Hedda) und Eva Victor (Sorry, Baby) durch. 

Als bester Hauptdarsteller in einem Drama wurde der brasilianische
Schauspieler Wagner Moura geehrt. In dem Politthriller The Secret
Agent
 über die Militärdiktatur in Brasilien spielt Moura einen Mann auf
der Flucht.

„One Battle After Another“ räumt Preise ab

Der Politthriller One Battle After Another von Regisseur Paul Thomas Anderson holte den Golden Globe als beste Komödie. Der Film von Paul Thomas Anderson geht damit auch bei den diesjährigen Oscars als ein Favorit ins Rennen. 

One Battle After Another war gleich mit neun Nominierungen in den Abend gestartet und räumte in weiteren Kategorien ab: US-Regisseur Paul Thomas Anderson holte mit dem Film den Golden Globe in der Sparte Beste Regie. US-Schauspielerin Teyana Taylor bekam den Golden Globe als beste Nebendarstellerin in dem Politthriller.

Als männlicher bester Nebendarsteller bekam der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård einen Golden Globe. Der 74-Jährige wurde für seine Rolle in dem Familiendrama Sentimental Value unter der Regie des Norwegers Joachim Trier prämiert. 

Brasilianischer Film ausgezeichnet

Der brasilianische Film The Secret Agent gewann den Golden Globe als bester nicht englischsprachiger Film. Es waren unter
anderem auch das im Iran spielende Politikdrama Ein einfacher Unfall (Frankreich) von Regisseur Jafar Panahi, The Voice of Hind Rajab (Tunesien), Sentimental Value (Norwegen) und Sirât (Spanien)
nominiert. Das Drama In die Sonne schauen der Berliner
Regisseurin Mascha Schilinski hatte es nicht auf die Nominiertenliste
geschafft. 

Der schwedische Filmkomponist Ludwig Göransson gewann mit dem Soundtrack zum Film Blood & Sinners einen Golden Globe. Der 41-Jährige setzte sich unter anderem gegen den
Franzosen Alexandre Desplat (Frankenstein) und den Briten Jonny
Greenwood (One Battle After Another) durch. 

Nominiert waren auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer (68) mit
seiner Musik für den Rennsportfilm F1 und der in Deutschland geborene
britische Komponist Max Richter (59) mit seiner Untermalung des Dramas
Hamnet von Regisseurin Chloé Zhao.