Proteste im Iran: Iran droht USA im Falle eines Angriffs mit Vergeltung

Nach militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump hat Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher
Ghalibaf den USA bei einem Angriff mit Vergeltung gedroht. „Im Falle eines militärischen Angriffs durch die USA
werden sowohl das besetzte Gebiet als auch die Zentren des US-Militärs
und die Schifffahrt unsere legitimen Ziele sein“, sagte Ghalibaf in einer im iranischen Staatsfernsehen übertragenen Rede. Mit „besetztem Gebiet“ bezog sich der Parlamentspräsident offenbar auf Israel, dessen Existenzrecht die iranische Führung nicht anerkennt.

Infolge der derzeitigen Protestwelle gegen das iranische Regime im Iran hatte US-Präsident Trump zuletzt mehrfach mit einem militärischen Eingreifen der USA im
Iran gedroht, falls dessen Sicherheitskräfte weiterhin gewaltsam gegen Demonstrierende vorgehen sollten. Wie die New York Times berichtete, wurde Trump bereits über Optionen für potenzielle militärische Angriffe auf den Iran informiert. Demnach hat Trump aber offenbar noch keine endgültige Entscheidung hinsichtlich eines Angriffs getroffen. 

Die Proteste im
Iran waren Ende Dezember letzten Jahres zunächst aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage im Land ausgelöst worden. Inzwischen richten sie sich gegen das autokratische Regime des Landes. Die iranische Führung geht hart gegen die Demonstrierenden vor, Menschenrechtsorganisationen zufolge
wurden seit Beginn der Proteste mehr als hundert Menschen getötet. 

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