US-Intervention in Venezuela: Venezuela soll laut Trump mit Öleinnahmen nur US-Produkte kaufen

Venezuela wird die Einnahmen aus seinen
Ölgeschäften mit den USA laut US-Präsident Donald Trump nur in
US-Produkte investieren. Das teilte Trump auf seiner Onlineplattform mit. Dazu gehörten unter anderem Agrarprodukte,
Medikamente, medizinische Geräte und Ausrüstung zur Verbesserung des
venezolanischen Stromnetzes und der Energieanlagen. 

Venezuela verpflichte sich,
mit den USA als Hauptpartner Geschäfte zu machen, schrieb Trump und bezeichnete das als eine kluge Entscheidung und eine „sehr gute
Sache“ für die Menschen in Venezuela und in den Vereinigten Staaten. 

Venezuela fordert „Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren“

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez äußerte sich zurückhaltender. „Venezuela ist offen für Energiebeziehungen, von denen alle Seiten profitieren“, sagte sie bei einem Treffen mit der Führung der Nationalversammlung des Landes. 

US-Vizepräsident JD Vance sagte, dass Venezuela
sein Öl nur dann verkaufen könne, wenn das den Interessen der
Vereinigten Staaten diene. „Wir kontrollieren die
Energieressourcen, und wir sagen dem Regime: Ihr dürft das Öl
verkaufen, solange ihr Amerikas nationalem Interesse dient, ihr
dürft es nicht verkaufen, wenn ihr Amerikas nationalem Interesse
nicht dienen könnt“, sagte Vance dem TV-Sender Fox News. Ihm zufolge haben die USA zudem die Kontrolle über die Geldströme Venezuelas.

Trump will Einnahmen aus Ölverkauf kontrollieren

Die USA hatten zuvor angekündigt, den
venezolanischen Ölverkauf „auf unbestimmte Zeit“ in ihre Hand zu
nehmen
. Bereits am Dienstag hatte Trump gesagt, Venezuela werde zwischen
30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) sanktioniertes Öl an die
USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls
kontrollieren – „zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten
Staaten“. Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA bestätigte Gespräche
mit den USA über den Verkauf von Erdöl.

Am Mittwoch kündigte die US-Regierung eine
Lockerung von Sanktionen gegen Venezuela an. Ziel sei es, den Transport
und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt zu ermöglichen.
Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging aus der
Ankündigung nicht hervor. 

Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung
die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Zuletzt war China der größte
Abnehmer für venezolanisches Erdöl.