Schnee und Eis sorgen zu Händen Verkehrschaos in Europa

Eine Person schützt sich unter einem Regenschirm vor dem fallenden Schnee auf der schneebedeckten Alexandre-III-Brücke in Paris.

Stand: 07.01.2026 15:07 Uhr

Das Winterwetter hat große Teile Europas fest im Griff. In den Niederlanden wurden zahlreiche Flüge gestrichen, in Paris musste der Busverkehr vorübergehend eingestellt werden. Deutschland steht bald noch mehr Schnee bevor.

Heftige Schneefälle und eisige Temperaturen sorgen europaweit für Probleme. In den Niederlanden sind am Flughafen Amsterdam-Schiphol über 700 Flüge gestrichen worden. „Auch heute ist der Flugverkehr am Flughafen gestört“, teilten die Betreiber in einer Erklärung mit. Bereits in den vergangenen Tagen waren zahlreiche Flüge annulliert worden. Mehr als 1.000 Menschen hätten die Nacht am Flughafen auf Feldbetten verbringen müssen, wie der Flughafen auf seiner Website mitteilte.

Der Flughafen geht davon aus, dass das Winterwetter mit heftigen Windböen weiter andauern wird. Auch der Bahnverkehr in den Niederlanden ist durch den Schnee teilweise lahmgelegt. Die Bahngesellschaft NS empfahl Reisenden, nicht dringend notwendige Reisen zu verschieben. 

Schnee legt Pariser Busverkehr lahm

Auch in Frankreich hat das Wetter zu Beeinträchtigungen geführt. In Paris wurde der Busverkehr in der gesamten Stadt vorübergehend eingestellt. Bei Straßenbahnen, der Metro und den Regionalzügen gab es wegen des Wetters Störungen. An den Flughäfen der Stadt wurden die Flüge reduziert.

Dass Schnee auch über Nacht liegen bleibt, kam in Paris in den letzten Jahren nur selten vor. Doch Einschränkungen brachte die Winterfront auch in anderen Landesteilen – vom Norden bis zum mittleren Westen. Im nordfranzösischen Lille wurde der Busverkehr eingestellt. 

Schulbusse und Lastwagen dürfen in Gebieten mit Schneewarnung der zweithöchsten Stufe Orange nicht fahren. Landesweit belief sich der Stau zusammengerechnet auf 1.650 Kilometer, wie die Zeitung Le Parisien und der Sender BFMTV berichteten.

Am Dienstag kamen in Frankreich bei Verkehrsunfällen durch Schnee und Eis fünf Menschen ums Leben. Unter anderem starb im Großraum Paris ein Taxifahrer, der mit seinem Auto in den Fluss Marne gestürzt war. Verkehrsminister Philippe Tabarot warf dem Wetterdienst vor, den Schneefall unterschätzt zu haben – es seien nur drei Zentimeter Schnee vorhergesagt worden, aber bis zu acht Zentimeter gefallen.

Sturmtief „Elli“ bringt noch mehr Schnee

Deutschland steht in den kommenden Tagen ebenfalls eine turbulente Wetterlage bevor:

Nach weiteren Niederschlägen am Donnerstag stehen die Nacht zum Freitag und der Freitag tagsüber im Fokus. Dann zieht ein Sturmtief auf direktem Weg nach Mitteleuropa und bringt Schnee und Glatteis mit sich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. „Sturmtief ‚Elli‘ übernimmt die Regie in einem echten Wetterkrimi“, kündigt Adrian Leyser Sturm vom DWD an. 

Am Freitag zieht ein Sturmtief auf direktem Weg nach Mitteleuropa und bringt Schnee und Glatteis mit sich. Meteorologen erwarten im Norden und Osten am Freitag teils stürmischem Ostwind. Er bringt noch mehr Kaltluft und Schnee nach Deutschland. Milder ist es dagegen im Süden und Westen. Dort bringt ein stürmischer Wind vorübergehend milde Atlantikluft, sodass die Niederschläge bis in höhere Lagen in Regen übergehen und zu Tauwetter führen.

Source: tagesschau.de