Venezuela: Bundesregierung zweifelt an Legitimität von US-Angriff



vor einem Bundesgericht verantworten. Ihm wird unter anderem "Drogenterrorismus" vorgeworfen. Maduro wies jede Schuld von sich und bezeichnete sich weiterhin als Präsident seines Landes.

Die internationalen Reaktionen auf die US-Intervention und die Ankündigung, Venezuela vorerst regieren zu wollen, fallen gemischt aus. Es gibt deutliche Kritik an dem Vorgehen von US-Präsident Donald Trump, dem ein Bruch des Völkerrechts vorgeworfen wird. Unter anderem China und Russland forderten die USA in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates auf, Maduro freizulassen. Neben der Empörung mischen sich aber auch zurückhaltende Stimmen, die eine Ablösung des autoritär herrschenden Maduro an der Spitze Venezuelas befürworteten.

In Venezuela wurde Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt, die Armee des Landes stellte sich hinter sie. Rodríguez zeigte sich nach einer ersten Kabinettssitzung bereit für eine Zusammenarbeit mit Washington. US-Präsident Trump kündigte an, amerikanische Ölkonzerne bei der Förderung der großen Ölvorkommen in Venezuela subventionieren zu wollen.

In diesem Blog halten wir Sie ab sofort über alle weiteren Entwicklungen und Reaktionen auf dem Laufenden. Falls Sie nochmal den chronologischen Ablauf der letzten Tage durchgehen wollen, können Sie das in unserem ersten Liveblog zum Angriff der USA in Caracas nachlesen

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UN-Menschenrechtskommissar kritisiert Bruch des Völkerrechts

Der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, hat sich besorgt über die Lage in Venezuela geäußert. Grundsatz des Völkerrechts sei, dass Staaten die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit anderer Staaten nicht mit Gewalt bedrohen oder angreifen dürfen, sagte Ravina Shamdasani, Sprecherin Türks, in Genf. Es sei offensichtlich, dass die Militäroperation der USA gegen diesen Grundsatz verstoßen habe. Nun sei zu befürchten, dass Venezuela weiter destabilisiert und die Militarisierung des Landes fortgesetzt werde. So könnten unter dem aktuell geltenden Ausnahmezustand etwa Versammlungs- und Demonstrationsrechte ausgesetzt werden.

Die Menschenrechte in Venezuela zeigten seit Langem eine erschreckende Bilanz, teilte Shamdasani mit. Allerdings dürften diese Verstöße nicht durch eine einseitige militärische Intervention unter Verletzung des Völkerrechts geahndet werden. Das venezolanische Volk verdiene eine Aufarbeitung und ein faires Verfahren, das die Opfer in den Mittelpunkt stelle.

Türk forderte die USA und die venezolanischen Behörden zusammen mit der Staatengemeinschaft auf, das Völkerrecht einschließlich der Menschenrechte umfänglich zu respektieren. Die Zukunft des Landes müsse vom venezolanischen Volk bestimmt werden.

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CSU findet Bewertung von US-Angriff schwierig

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, hält die Beurteilung des US-Angriffs auf Venezuela auch nach vier Tagen immer noch ‍für schwierig. "Ich glaube, man muss das der Reihe nach ​bewerten. Zunächst einmal muss man sagen: Da ist ein ‌Diktator weg – und das ist per se zunächst eine gute Nachricht", sagt Hoffmann den TV-Sendern RTL/n-tv.

Die ⁠völkerrechtliche Bewertung sei laut Hoffmann "eine andere Frage, die gar nicht ​so einfach zu beantworten ist". Man müsse das eine vom anderen trennen, sagte der CSU-Landesgruppenchef.

Dem pflichteten auch CSU-Parteichef Markus Söder zum Auftakt der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon bei. Söder sagte, die "Hysterie in Deutschland" über das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump könne er nicht nachvollziehen. "Gut, dass Maduro weg ist", sagt Söder weiter und stellte sich hinter die umstrittene Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), wonach die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes "komplex" sei.

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Präsident vor Gericht

Nicolás Maduro wurde in New York einem Richter vorgeführt. Doch der entführte venezolanische Staatschef ist kein gewöhnlicher Angeklagter. Zwar versuche die US-Regierung, den Prozess gegen Maduro wie eine Gerichtsverhandlung gegen einen Drogenhändler zu behandeln, schreibt die US-Korrespondentin der ZEIT, Juliane Schäuble. Doch das werde weder der juristischen noch der politischen Bedeutung des Verfahrens gerecht, in dem nicht nur Maduro sich selbst als Kriegsgefangenen sieht.

Mehr zum Prozessauftakt in New York können Sie hier lesen:

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Russland begrüßt Ernennung von Rodríguez zur Interimspräsidentin

Das russische Außenministerium hat sich zur Lage in Venezuela geäußert und gefordert, dass das venezolanische Volk sein Schicksal ohne Einmischung von außen selbst bestimmen muss. Russland begrüßte außerdem die Ernennung von Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin.

Man befürworte die Bemühungen der venezolanischen Behörden, die Souveränität und nationalen Interessen zu schützen, hieß es weiter. Russland hatte gestern im UN-Sicherheitsrat die ‍Freilassung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro gefordert und die USA stark für deren Intervention kritisiert.

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Venezuela fordert Immunität für Maduro und hält US-Gericht für nicht zuständig

Der Generalstaatsanwalt Venezuelas, Tarek Saab, hat das zuständige US-Gericht dazu aufgefordert, die Immunität von Venezuelas abgesetztem Präsidenten Nicolás Maduro als Staatsoberhaupt anzuerkennen. Saab forderte den US-Richter zudem dazu auf, festzustellen, dass die USA für das Verfahren juristisch nicht zuständig seien. Das US-Militär hatte Maduro entführt, um ihn in den USA vor Gericht zu stellen, und hält ihn seitdem in einem US-Gericht gefangen.

Saab kündigt zudem eine Untersuchung der Todesfälle während der US-Militäraktion am Wochenende an, bei der Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen wurden. Bei den Toten handelt es sich hauptsächlich um kolumbianische Sicherheitskräfte, die den Präsidenten schützen sollten.

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Kolumbiens Außenministerin kündigt Verteidigung im Fall von US-Invasion an

Die kolumbianische Außenministerin Rosa Villavicencio hat auf die Drohungen Donald Trumps reagiert. "Sollte es zu einer solchen Aggression kommen, muss das Militär das Staatsgebiet und die Souveränität des Landes verteidigen", sagte sie. Nach dem Völkerrecht hätten Staaten ein Recht auf Selbstverteidigung.

Trump hatte nach dem Angriff auf Venezuela auch einen möglichen Militäreinsatz im benachbarten Kolumbien angedeutet. Das Land sei "sehr krank, regiert von einem kranken Mann", sagte er unter Anspielung auf ‍den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro. Dieser stelle Kokain her und verkaufe es in die USA, sagte Trump ​weiter. "Er wird das nicht mehr lange tun."

Petro hatte Trumps Drohungen bereits am Wochenende als "illegitim" zurückgewiesen und die USA gewarnt. "Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln", schrieb Petro auf X. Petro wies die Vorwürfe zurück, Kolumbien unternehme zu wenig gegen den Drogenhandel. Er verwies auf große Kokainbeschlagnahmen und Einsätze gegen bewaffnete Gruppen. "Ich bin weder illegitim noch ein Drogenhändler."

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Mexikos Präsidentin fordert fairen Prozess für Maduro 

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat von den USA ein angemessenes Verfahren für den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro gefordert. "Nun, da Präsident Maduro inhaftiert ist, fordern wir einen fairen Prozess", sagte Sheinbaum vor Journalisten in Mexiko-Stadt.

Maduro muss sich wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" vor einem Gericht in New York verantworten. Er wies die Anschuldigungen zurück.

Seit Maduros Gefangennahme hat US-Präsident Donald Trump auch Drohungen gegen andere linksgerichtete Regierungen in der Region ausgesprochen, darunter auch Mexiko

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US-Militär tötete offenbar 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela

Nach Angaben der lateinamerikanischen Regierungen hat das US-Militär in Caracas 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela getötet. Die kubanische Regierung veröffentlichte Namen und Dienstgrade der 32 getöteten Kubaner, die venezolanische Armee hatte die Zahl von 23 Getöteten in ihren Reihen bekannt gegeben. Beide Regierungen arbeiten seit Längerem strategisch zusammen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums waren bei dem Angriff zur Entführung des venezolanischen Präsidenten 200 US-Soldaten im Einsatz, kein US-Soldat wurde jedoch verletzt oder getötet.

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Assange-Anwalt verteidigt Maduro vor US-Gericht

Der New Yorker Star-Anwalt Barry Pollack hat die Verteidigung des von den USA enführten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro übernommen. Der 61-jährige Jurist gilt als äußerst erfahren im Umgang mit prominenten Fällen, und war unter anderem als Anwalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange tätig. Für Assange handelte Pollack einen Deal mit dem US-Justizministerium aus, nach dem sich Assange der Weitergabe von Militärgeheimnissen schuldig bekannte und so einer Auslieferung an die USA enging.

Pollack startete am Montag bei Maduros erster Anhörung vor Gericht in New York, wo er "die Rechtmäßigkeit seiner Entführung" durch das US-Militär infrage stellte.

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Trump kündigt Öllieferungen aus Venezuela an die USA an

US-Präsident Donald Trump greift in die venezolanische Ölindustrie ein. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Präsident auf sozialen Netzwerken an. "Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird", schrieb er. Das Öl soll demnach mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht werden. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan "sofort" umzusetzen, teilte Trump mit. 

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Venezuela verkündet Staatstrauer für Opfer des US-Angriffs

Nach dem US-Angriff auf Caracas zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat die neue Regierung des südamerikanischen Landes eine einwöchige Staatstrauer für die Opfer der Attacke angeordnet. Bei dem US-Militärschlag in der Nacht auf Samstag wurden mindestens 24 venezolanische Soldaten getötet.

Zuvor hatte die Regierung in Havanna bereits mitgeteilt, dass bei der Kommandoaktion des US-Militärs 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden. Soldaten und Geheimdienstagenten aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Sie waren als Leibwächter für die Sicherheit Maduros verantwortlich oder sorgten in den Reihen der Streitkräfte für Disziplin.

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Venezuela: Kein fremder Akteur regiert uns

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Caracas deutlich die Führungsansprüche der USA zurückgewiesen. "Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst", sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Regierungssitzung. "Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert."
Trump hatte nach dem Angriff seines Landes auf Venezuela und der Gefangennahme Maduros gesagt, dass US-Unternehmen die Ölindustrie wiederaufbauen würden. Für Aufsehen sorgte auch seine Behauptung, die USA würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Außenminister Marco Rubio relativierte diese Aussage später und sprach davon, mithilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in dem Land herbeiführen zu wollen. 

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Blick auf Venezuela aus dem Exil

Die Schriftstellerin Karina Sainz Borgo wurde 1986 in Caracas geboren, lebt aber seit 2006 in Spanien. Von dort aus blickt sie auf die jüngsten Geschehnisse in ihrem Heimatland. Was erwartet die Autorin, wie es in Venezuela weitergeht? Das erzählt sie im Interview mit meinem Kollegen Volker Weidermann. Parallelen zu Venezuela sind in ihren Büchern kaum zu übersehen. Sainz Borgos Romane spielen in einem Land ohne Recht und Gesetz, das reich sein könnte, in dem die Menschen aber bitterarm sind.

Das ganze Interview lesen Sie hier:

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Bundesregierung meldet Zweifel an Legitimität des US-Angriffs an 

Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben bislang nicht davon überzeugt, dass der US-Angriff auf Venezuela völkerrechtlich legitimiert ist. Die US-Regierung habe "nicht überzeugend dargelegt, dass ihr Vorgehen völkerrechtskonform war", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius.

Zudem verwies Kornelius auf den UN-Sicherheitsrat, in dem es keinen Konsens über die Bewertung des US-Militärschlags gebe. Weiter sagte der Regierungssprecher, es bleibe aus rechtlicher Sicht schwierig, die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu bewerten. 

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Die Bundesregierung hat sich bislang deutlich vorsichtiger als mehrere andere europäische Regierungen zum US-Angriff auf Venezuela positioniert. Mehrere Oppositionsparteien haben Kanzler Friedrich Merz zu einer deutlicheren Kritik an der US-Regierung aufgefordert.

Die USA hatten im UN Sicherheitsrat argumentiert, Maduros Gefangennahme sei eine "chirurgische Strafverfolgungsmaßnahme" gegen einen "Drogenterroristen" gewesen. Maduro sei nicht das legitime Staatsoberhaupt Venezuelas. So verwiesen die USA darauf, dass mehr als 50 Länder Maduros Wahlsieg 2024 anzweifelten und ihn nicht als rechtmäßig gewählten Präsidenten Venezuelas anerkennen.

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Die US-Regierung habe "nicht überzeugend dargelegt, dass ihr Vorgehen völkerrechtskonform war", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Zudem verwies Kornelius auf den UN-Sicherheitsrat, in dem es keinen Konsens über die Bewertung des US-Militärschlags gebe. Weiter sagte der Regierungssprecher, es bleibe aus rechtlicher Sicht schwierig, die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu bewerten. ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-07T13:11:04.000Z","dateModified":"2026-01-07T13:19:13.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_768/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goSBpsooZ25R3ZJLBVtx/eoSLYMCzcDZHtkAV0MMX/moSLiftAcDZHtkAV0MMh.jpeg","caption":"Bundeskanzler Friedrich Merz hielt sich mit Kritik an dem US-Angriff auf Venezuela bislang zurück.","creditText":"Markus Schreiber/AP/dpa","uploadDate":"2026-01-07T13:19:12.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_360/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goSBpsooZ25R3ZJLBVtx/eoSLYMCzcDZHtkAV0MMX/moSLiftAcDZHtkAV0MMh.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Blick auf Venezuela aus dem Exil","articleBody":"Blick auf Venezuela aus dem ExilDie Schriftstellerin Karina Sainz Borgo wurde 1986 in Caracas geboren, lebt aber seit 2006 in Spanien. Von dort aus blickt sie auf die jüngsten Geschehnisse in ihrem Heimatland. Was erwartet die Autorin, wie es in Venezuela weitergeht? Das erzählt sie im Interview mit meinem Kollegen Volker Weidermann. Parallelen zu Venezuela sind in ihren Büchern kaum zu übersehen. Sainz Borgos Romane spielen in einem Land ohne Recht und Gesetz, das reich sein könnte, in dem die Menschen aber bitterarm sind.Das ganze Interview lesen Sie hier:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-07T10:39:19.000Z","dateModified":"2026-01-07T11:12:18.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Jannik Wilk"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/kultur/literatur/2026-01/venezuela-karina-sainz-borgo-schriftstellerin-nacht-in-caracas","headline":""Das ganze Land ist in Angst"","description":"Die venezolanische Autorin Karina Sainz Borgo verfolgt die Geschehnisse in ihrer Heimat von Spanien aus. 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Bei dem US-Militärschlag in der Nacht auf Samstag wurden mindestens 24 venezolanische Soldaten getötet.Zuvor hatte die Regierung in Havanna bereits mitgeteilt, dass bei der Kommandoaktion des US-Militärs 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden. Soldaten und Geheimdienstagenten aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Sie waren als Leibwächter für die Sicherheit Maduros verantwortlich oder sorgten in den Reihen der Streitkräfte für Disziplin.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-07T02:26:10.000Z","dateModified":"2026-01-07T02:26:10.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Verena Hölzl"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Trump kündigt Öllieferungen aus Venezuela an die USA an","articleBody":"Trump kündigt Öllieferungen aus Venezuela an die USA anUS-Präsident Donald Trump greift in die venezolanische Ölindustrie ein. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Präsident auf sozialen Netzwerken an. "Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird", schrieb er. Das Öl soll demnach mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht werden. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan "sofort" umzusetzen, teilte Trump mit. ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-07T00:42:35.000Z","dateModified":"2026-01-07T00:46:17.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Simon Sales Prado"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Assange-Anwalt verteidigt Maduro vor US-Gericht","articleBody":"Assange-Anwalt verteidigt Maduro vor US-GerichtDer New Yorker Star-Anwalt Barry Pollack hat die Verteidigung des von den USA enführten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro übernommen. Der 61-jährige Jurist gilt als äußerst erfahren im Umgang mit prominenten Fällen, und war unter anderem als Anwalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange tätig. Für Assange handelte Pollack einen Deal mit dem US-Justizministerium aus, nach dem sich Assange der Weitergabe von Militärgeheimnissen schuldig bekannte und so einer Auslieferung an die USA enging.Pollack startete am Montag bei Maduros erster Anhörung vor Gericht in New York, wo er "die Rechtmäßigkeit seiner Entführung" durch das US-Militär infrage stellte.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-06T20:03:29.000Z","dateModified":"2026-01-07T00:46:10.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Sarah Kohler"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"US-Militär tötete offenbar 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela","articleBody":"US-Militär tötete offenbar 55 Militärangehörige aus Kuba und VenezuelaNach Angaben der lateinamerikanischen Regierungen hat das US-Militär in Caracas 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela getötet. Die kubanische Regierung veröffentlichte Namen und Dienstgrade der 32 getöteten Kubaner, die venezolanische Armee hatte die Zahl von 23 Getöteten in ihren Reihen bekannt gegeben. Beide Regierungen arbeiten seit Längerem strategisch zusammen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums waren bei dem Angriff zur Entführung des venezolanischen Präsidenten 200 US-Soldaten im Einsatz, kein US-Soldat wurde jedoch verletzt oder getötet.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-06T17:52:40.000Z","dateModified":"2026-01-07T00:46:04.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Sarah Kohler"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Kolumbiens Außenministerin kündigt Verteidigung im Fall von US-Invasion an","articleBody":"Kolumbiens Außenministerin kündigt Verteidigung im Fall von US-Invasion anDie kolumbianische Außenministerin Rosa Villavicencio hat auf die Drohungen Donald Trumps reagiert. "Sollte es zu einer solchen Aggression kommen, muss das Militär das Staatsgebiet und die Souveränität des Landes verteidigen", sagte sie. Nach dem Völkerrecht hätten Staaten ein Recht auf Selbstverteidigung. Trump hatte nach dem Angriff auf Venezuela auch einen möglichen Militäreinsatz im benachbarten Kolumbien angedeutet. Das Land sei "sehr krank, regiert von einem kranken Mann", sagte er unter Anspielung auf ‍den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro. Dieser stelle Kokain her und verkaufe es in die USA, sagte Trump ​weiter. "Er wird das nicht mehr lange tun."Petro hatte Trumps Drohungen bereits am Wochenende als "illegitim" zurückgewiesen und die USA gewarnt. "Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln", schrieb Petro auf X. Petro wies die Vorwürfe zurück, Kolumbien unternehme zu wenig gegen den Drogenhandel. Er verwies auf große Kokainbeschlagnahmen und Einsätze gegen bewaffnete Gruppen. 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"Nun, da Präsident Maduro inhaftiert ist, fordern wir einen fairen Prozess", sagte Sheinbaum vor Journalisten in Mexiko-Stadt. Maduro muss sich wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" vor einem Gericht in New York verantworten. Er wies die Anschuldigungen zurück. Seit Maduros Gefangennahme hat US-Präsident Donald Trump auch Drohungen gegen andere linksgerichtete Regierungen in der Region ausgesprochen, darunter auch Mexiko. ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-06T16:46:06.000Z","dateModified":"2026-01-07T00:45:52.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Anna-Lena Schlitt"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Venezuela-Krise","articleBody":"Venezuela fordert Immunität für Maduro und hält US-Gericht für nicht zuständigDer Generalstaatsanwalt Venezuelas, Tarek Saab, hat das zuständige US-Gericht dazu aufgefordert, die Immunität von Venezuelas abgesetztem Präsidenten Nicolás Maduro als Staatsoberhaupt anzuerkennen. Saab forderte den US-Richter zudem dazu auf, festzustellen, dass die USA für das Verfahren juristisch nicht zuständig seien. Das US-Militär hatte Maduro entführt, um ihn in den USA vor Gericht zu stellen, und hält ihn seitdem in einem US-Gericht gefangen.Saab kündigt zudem eine Untersuchung der Todesfälle während der US-Militäraktion am Wochenende an, bei der Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen wurden. Bei den Toten handelt es sich hauptsächlich um kolumbianische Sicherheitskräfte, die den Präsidenten schützen sollten.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-06T16:43:45.000Z","dateModified":"2026-01-07T00:45:47.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Sarah Kohler"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Russland begrüßt Ernennung von Rodríguez zur Interimspräsidentin","articleBody":"Russland begrüßt Ernennung von Rodríguez zur InterimspräsidentinDas russische Außenministerium hat sich zur Lage in Venezuela geäußert und gefordert, dass das venezolanische Volk sein Schicksal ohne Einmischung von außen selbst bestimmen muss. Russland begrüßte außerdem die Ernennung von Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin. Man befürworte die Bemühungen der venezolanischen Behörden, die Souveränität und nationalen Interessen zu schützen, hieß es weiter. 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Und weil die USA den venezolanischen Herrscher Nicolás Maduro entführt haben, horchen Diktatoren in aller Welt auf, sagt der Politikwissenschaftler Marcel Dirsus. Er ist Autor des Buches Wie Diktatoren stürzen – und wie Demokraten siegen können. Im Gespräch mit der ZEIT erklärt er, was andere Länder für Lehren ziehen aus der US-Operation in Caracas.Das ganze Interview lesen Sie hier:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-06T14:57:00.000Z","dateModified":"2026-01-07T00:45:30.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Eric Voigt"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/kultur/2026-01/marcel-dirsus-diktatur-sturz-bevoelkerung-nicolas-maduro-venezuela","headline":""Diktaturen sind leichter zu stürzen"","description":"Der Politikwissenschaftler Marcel Dirsus erforscht, wie Diktatoren entmachtet werden. Er erklärt, welche Schlüsse andere Länder aus der Entführung von Maduro ziehen.","image":{"@type":"ImageObject"}}]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Präsident vor Gericht","articleBody":"Präsident vor GerichtNicolás Maduro wurde in New York einem Richter vorgeführt. Doch der entführte venezolanische Staatschef ist kein gewöhnlicher Angeklagter. Zwar versuche die US-Regierung, den Prozess gegen Maduro wie eine Gerichtsverhandlung gegen einen Drogenhändler zu behandeln, schreibt die US-Korrespondentin der ZEIT, Juliane Schäuble. Doch das werde weder der juristischen noch der politischen Bedeutung des Verfahrens gerecht, in dem nicht nur Maduro sich selbst als Kriegsgefangenen sieht. Mehr zum Prozessauftakt in New York können Sie hier lesen:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-06T14:54:00.000Z","dateModified":"2026-01-07T00:45:21.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Eric Voigt"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/nicolas-maduro-gericht-usa-rechtmaessigkeit-justiz","headline":"Wahlbetrüger, Kriegsgefangener oder Drogenboss?","description":"Nicolás Maduro wird in New York angeklagt. Um das möglich zu machen, musste die Regierung von Donald Trump einige fragwürdige Kehrtwenden vollziehen. 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Zunächst einmal muss man sagen: Da ist ein ‌Diktator weg – und das ist per se zunächst eine gute Nachricht", sagt Hoffmann den TV-Sendern RTL/n-tv. Die ⁠völkerrechtliche Bewertung sei laut Hoffmann "eine andere Frage, die gar nicht ​so einfach zu beantworten ist". Man müsse das eine vom anderen trennen, sagte der CSU-Landesgruppenchef. Dem pflichteten auch CSU-Parteichef Markus Söder zum Auftakt der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon bei. Söder sagte, die "Hysterie in Deutschland" über das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump könne er nicht nachvollziehen. 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Alexander Eydlin
Alexander Eydlin

Bundesregierung meldet Zweifel an Legitimität des US-Angriffs an 

Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben bislang nicht davon überzeugt, dass der US-Angriff auf Venezuela völkerrechtlich legitimiert ist. Die US-Regierung habe „nicht überzeugend dargelegt, dass ihr Vorgehen völkerrechtskonform war“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius.

Zudem verwies Kornelius auf den UN-Sicherheitsrat, in dem es keinen Konsens über die Bewertung des US-Militärschlags gebe. Weiter sagte der Regierungssprecher, es bleibe aus rechtlicher Sicht schwierig, die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu bewerten. 

Bundeskanzler Friedrich Merz hielt sich mit Kritik an dem US-Angriff auf Venezuela bislang zurück.
Bundeskanzler Friedrich Merz hielt sich mit Kritik an dem US-Angriff auf Venezuela bislang zurück. Markus Schreiber/AP/dpa
Die Bundesregierung hat sich bislang deutlich vorsichtiger als mehrere andere europäische Regierungen zum US-Angriff auf Venezuela positioniert. Mehrere Oppositionsparteien haben Kanzler Friedrich Merz zu einer deutlicheren Kritik an der US-Regierung aufgefordert.

Die USA hatten im UN Sicherheitsrat argumentiert, Maduros Gefangennahme sei eine „chirurgische Strafverfolgungsmaßnahme“ gegen einen „Drogenterroristen“ gewesen. Maduro sei nicht das legitime Staatsoberhaupt Venezuelas. So verwiesen die USA darauf, dass mehr als 50 Länder Maduros Wahlsieg 2024 anzweifelten und ihn nicht als rechtmäßig gewählten Präsidenten Venezuelas anerkennen.

Jannik Wilk
Jannik Wilk

Blick auf Venezuela aus dem Exil

Die Schriftstellerin Karina Sainz Borgo wurde 1986 in Caracas geboren, lebt aber seit 2006 in Spanien. Von dort aus blickt sie auf die jüngsten Geschehnisse in ihrem Heimatland. Was erwartet die Autorin, wie es in Venezuela weitergeht? Das erzählt sie im Interview mit meinem Kollegen Volker Weidermann. Parallelen zu Venezuela sind in ihren Büchern kaum zu übersehen. Sainz Borgos Romane spielen in einem Land ohne Recht und Gesetz, das reich sein könnte, in dem die Menschen aber bitterarm sind.

Das ganze Interview lesen Sie hier:

Verena Hölzl
Verena Hölzl

Venezuela: Kein fremder Akteur regiert uns

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Caracas deutlich die Führungsansprüche der USA zurückgewiesen. „Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst„, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Regierungssitzung. „Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert.“
Trump hatte nach dem Angriff seines Landes auf Venezuela und der Gefangennahme Maduros gesagt, dass US-Unternehmen die Ölindustrie wiederaufbauen würden. Für Aufsehen sorgte auch seine Behauptung, die USA würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Außenminister Marco Rubio relativierte diese Aussage später und sprach davon, mithilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in dem Land herbeiführen zu wollen. 
Delcy Rodríguez, neue Präsidentin Venezuelas
Delcy Rodríguez, neue Präsidentin Venezuelas. Ariana Cubillos/dpa

Verena Hölzl
Verena Hölzl

Venezuela verkündet Staatstrauer für Opfer des US-Angriffs

Nach dem US-Angriff auf Caracas zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat die neue Regierung des südamerikanischen Landes eine einwöchige Staatstrauer für die Opfer der Attacke angeordnet. Bei dem US-Militärschlag in der Nacht auf Samstag wurden mindestens 24 venezolanische Soldaten getötet.

Zuvor hatte die Regierung in Havanna bereits mitgeteilt, dass bei der Kommandoaktion des US-Militärs 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden. Soldaten und Geheimdienstagenten aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Sie waren als Leibwächter für die Sicherheit Maduros verantwortlich oder sorgten in den Reihen der Streitkräfte für Disziplin.

Simon Sales Prado
Simon Sales Prado

Trump kündigt Öllieferungen aus Venezuela an die USA an

US-Präsident Donald Trump greift in die venezolanische Ölindustrie ein. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Präsident auf sozialen Netzwerken an. „Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird“, schrieb er. Das Öl soll demnach mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht werden. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan „sofort“ umzusetzen, teilte Trump mit. 

Sarah Kohler
Sarah Kohler

Assange-Anwalt verteidigt Maduro vor US-Gericht

Der New Yorker Star-Anwalt Barry Pollack hat die Verteidigung des von den USA enführten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro übernommen. Der 61-jährige Jurist gilt als äußerst erfahren im Umgang mit prominenten Fällen, und war unter anderem als Anwalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange tätig. Für Assange handelte Pollack einen Deal mit dem US-Justizministerium aus, nach dem sich Assange der Weitergabe von Militärgeheimnissen schuldig bekannte und so einer Auslieferung an die USA enging.

Pollack startete am Montag bei Maduros erster Anhörung vor Gericht in New York, wo er „die Rechtmäßigkeit seiner Entführung“ durch das US-Militär infrage stellte.

Sarah Kohler
Sarah Kohler

US-Militär tötete offenbar 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela

Nach Angaben der lateinamerikanischen Regierungen hat das US-Militär in Caracas 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela getötet. Die kubanische Regierung veröffentlichte Namen und Dienstgrade der 32 getöteten Kubaner, die venezolanische Armee hatte die Zahl von 23 Getöteten in ihren Reihen bekannt gegeben. Beide Regierungen arbeiten seit Längerem strategisch zusammen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums waren bei dem Angriff zur Entführung des venezolanischen Präsidenten 200 US-Soldaten im Einsatz, kein US-Soldat wurde jedoch verletzt oder getötet.

Yannick von Eisenhart Rothe
Yannick von Eisenhart Rothe

Kolumbiens Außenministerin kündigt Verteidigung im Fall von US-Invasion an

Die kolumbianische Außenministerin Rosa Villavicencio hat auf die Drohungen Donald Trumps reagiert. „Sollte es zu einer solchen Aggression kommen, muss das Militär das Staatsgebiet und die Souveränität des Landes verteidigen„, sagte sie. Nach dem Völkerrecht hätten Staaten ein Recht auf Selbstverteidigung.

Trump hatte nach dem Angriff auf Venezuela auch einen möglichen Militäreinsatz im benachbarten Kolumbien angedeutet. Das Land sei „sehr krank, regiert von einem kranken Mann“, sagte er unter Anspielung auf ‍den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro. Dieser stelle Kokain her und verkaufe es in die USA, sagte Trump ​weiter. „Er wird das nicht mehr lange tun.“

Petro hatte Trumps Drohungen bereits am Wochenende als „illegitim“ zurückgewiesen und die USA gewarnt. „Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln“, schrieb Petro auf X. Petro wies die Vorwürfe zurück, Kolumbien unternehme zu wenig gegen den Drogenhandel. Er verwies auf große Kokainbeschlagnahmen und Einsätze gegen bewaffnete Gruppen. „Ich bin weder illegitim noch ein Drogenhändler.“

Anna-Lena Schlitt
Anna-Lena Schlitt

Mexikos Präsidentin fordert fairen Prozess für Maduro 

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat von den USA ein angemessenes Verfahren für den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro gefordert. „Nun, da Präsident Maduro inhaftiert ist, fordern wir einen fairen Prozess“, sagte Sheinbaum vor Journalisten in Mexiko-Stadt.

Maduro muss sich wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ vor einem Gericht in New York verantworten. Er wies die Anschuldigungen zurück.

Seit Maduros Gefangennahme hat US-Präsident Donald Trump auch Drohungen gegen andere linksgerichtete Regierungen in der Region ausgesprochen, darunter auch Mexiko

Sarah Kohler
Sarah Kohler

Venezuela fordert Immunität für Maduro und hält US-Gericht für nicht zuständig

Der Generalstaatsanwalt Venezuelas, Tarek Saab, hat das zuständige US-Gericht dazu aufgefordert, die Immunität von Venezuelas abgesetztem Präsidenten Nicolás Maduro als Staatsoberhaupt anzuerkennen. Saab forderte den US-Richter zudem dazu auf, festzustellen, dass die USA für das Verfahren juristisch nicht zuständig seien. Das US-Militär hatte Maduro entführt, um ihn in den USA vor Gericht zu stellen, und hält ihn seitdem in einem US-Gericht gefangen.

Saab kündigt zudem eine Untersuchung der Todesfälle während der US-Militäraktion am Wochenende an, bei der Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen wurden. Bei den Toten handelt es sich hauptsächlich um kolumbianische Sicherheitskräfte, die den Präsidenten schützen sollten.

Matias Delacroix/AP/dpa

Leon Ginzel
Leon Ginzel

Russland begrüßt Ernennung von Rodríguez zur Interimspräsidentin

Das russische Außenministerium hat sich zur Lage in Venezuela geäußert und gefordert, dass das venezolanische Volk sein Schicksal ohne Einmischung von außen selbst bestimmen muss. Russland begrüßte außerdem die Ernennung von Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin.

Man befürworte die Bemühungen der venezolanischen Behörden, die Souveränität und nationalen Interessen zu schützen, hieß es weiter. Russland hatte gestern im UN-Sicherheitsrat die ‍Freilassung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro gefordert und die USA stark für deren Intervention kritisiert.

Eric Voigt
Eric Voigt

Wie entledigt man sich eines Diktators?

Diktatoren gehen selten freiwillig in den Ruhestand. Die meisten werden ermordet, gestürzt, festgenommen oder landen im Exil. Und weil die USA den venezolanischen Herrscher Nicolás Maduro entführt haben, horchen Diktatoren in aller Welt auf, sagt der Politikwissenschaftler Marcel Dirsus. Er ist Autor des Buches Wie Diktatoren stürzen – und wie Demokraten siegen können. Im Gespräch mit der ZEIT erklärt er, was andere Länder für Lehren ziehen aus der US-Operation in Caracas.

Das ganze Interview lesen Sie hier:

Eric Voigt
Eric Voigt

Präsident vor Gericht

Nicolás Maduro wurde in New York einem Richter vorgeführt. Doch der entführte venezolanische Staatschef ist kein gewöhnlicher Angeklagter. Zwar versuche die US-Regierung, den Prozess gegen Maduro wie eine Gerichtsverhandlung gegen einen Drogenhändler zu behandeln, schreibt die US-Korrespondentin der ZEIT, Juliane Schäuble. Doch das werde weder der juristischen noch der politischen Bedeutung des Verfahrens gerecht, in dem nicht nur Maduro sich selbst als Kriegsgefangenen sieht.

Mehr zum Prozessauftakt in New York können Sie hier lesen:

Eric Voigt
Eric Voigt

UN-Menschenrechtskommissar kritisiert Bruch des Völkerrechts

Der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, hat sich besorgt über die Lage in Venezuela geäußert. Grundsatz des Völkerrechts sei, dass Staaten die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit anderer Staaten nicht mit Gewalt bedrohen oder angreifen dürfen, sagte Ravina Shamdasani, Sprecherin Türks, in Genf. Es sei offensichtlich, dass die Militäroperation der USA gegen diesen Grundsatz verstoßen habe. Nun sei zu befürchten, dass Venezuela weiter destabilisiert und die Militarisierung des Landes fortgesetzt werde. So könnten unter dem aktuell geltenden Ausnahmezustand etwa Versammlungs- und Demonstrationsrechte ausgesetzt werden.

Die Menschenrechte in Venezuela zeigten seit Langem eine erschreckende Bilanz, teilte Shamdasani mit. Allerdings dürften diese Verstöße nicht durch eine einseitige militärische Intervention unter Verletzung des Völkerrechts geahndet werden. Das venezolanische Volk verdiene eine Aufarbeitung und ein faires Verfahren, das die Opfer in den Mittelpunkt stelle.

Türk forderte die USA und die venezolanischen Behörden zusammen mit der Staatengemeinschaft auf, das Völkerrecht einschließlich der Menschenrechte umfänglich zu respektieren. Die Zukunft des Landes müsse vom venezolanischen Volk bestimmt werden.

Eric Voigt
Eric Voigt

CSU findet Bewertung von US-Angriff schwierig

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, hält die Beurteilung des US-Angriffs auf Venezuela auch nach vier Tagen immer noch ‍für schwierig. „Ich glaube, man muss das der Reihe nach ​bewerten. Zunächst einmal muss man sagen: Da ist ein ‌Diktator weg – und das ist per se zunächst eine gute Nachricht“, sagt Hoffmann den TV-Sendern RTL/n-tv.

Die ⁠völkerrechtliche Bewertung sei laut Hoffmann „eine andere Frage, die gar nicht ​so einfach zu beantworten ist“. Man müsse das eine vom anderen trennen, sagte der CSU-Landesgruppenchef.

Dem pflichteten auch CSU-Parteichef Markus Söder zum Auftakt der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon bei. Söder sagte, die „Hysterie in Deutschland“ über das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump könne er nicht nachvollziehen. „Gut, dass Maduro weg ist“, sagt Söder weiter und stellte sich hinter die umstrittene Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), wonach die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes „komplex“ sei.

Alexander Hoffmann, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe in der Unionsfraktion.
Alexander Hoffmann, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe in der Unionsfraktion. Christoph Soeder/dpa