Kandidatin bringt zwei Freundinnen zusätzlich mit – Günther Jauch greift durch
Ungewöhnliche Szenen: Eine Kandidatin bei „Wer wird Millionär?“ wird von ihrem Freund sowie zwei Freundinnen begleitet. Die beiden Frauen sitzen direkt in ihrer Sichtachse. Günther Jauch unterbricht die Sendung und lässt umsetzen.
Genau im Blickfeld der Teilnehmerin: Während Kandidatin Emily Enders am Dienstagabend bei „Wer wird Millionär?“ in der Auswahlrunde wartete, saßen offenbar zwei ihrer Freundinnen als reguläre Zuschauerinnen im Publikum – direkt gegenüber, in Sichtlinie des Kandidatenstuhls. Sie hätten der Kandidatin helfen können. Jauch griff ein und ließ die beiden Frauen umsetzen.
Eine der Freundinnen hatte der Kandidatin geholfen, die gerade auf dem Stuhl saß. Sie habe für „Wer wird Millionär trainiert?“, erzählte sie. So kam schließlich heraus, dass sie eine Freundin der Kandidatin Emily Enders war.
Sie hatte da bereits als Zusatzjoker der anderen Kandidatin zum Gewinn von 32.000 Euro verholfen. Die Frage war: Wie viele offiziell anerkannte Zwergplaneten gibt es? Sie wusste die Antwort: fünf – Pluto, Eris, Haumea, Ceres und Makemake.
Karten für die RTL-Show sehr begehrt
Jauch ließ die Freundinnen umgehend auf andere Plätze wechseln: „Sie hätten ihr unabsichtlich Hinweise geben können.“ Wie es überhaupt möglich war, dass gleich zwei befreundete Zuschauerinnen für dieselbe Aufzeichnung Karten bekamen, blieb unklar. Karten für die RTL-Show gelten als extrem begehrt. Laut Sender kann es jedoch kurzfristig zu freien Plätzen kommen, etwa durch Absagen.
Offiziell begleitet wurde Enders von ihrem Freund, der hinter ihr im Publikum saß.
Enders sicherte sich am Ende 32.000 Euro und damit einen Platz im Finale der „3-Millionen-Euro-Woche“. Auch Bestatterin Alida Nezamzadeh Kermani erreichte diese Stufe – unter anderem mithilfe der Enders-Freundin, die als Joker die korrekte Antwort parat hatte. Jauch, der im Juli 70 Jahre alt wird, fragte die Bestatterin noch, ob sie auch Potsdamer bestattet: „Herr Jauch, kommen Sie gerne vorbei, wenn Sie eine Vorsorge machen wollen.“
Der 18-jährige Nelio Stelli dagegen scheiterte an einer geschichtlichen Frage: „Welche Institution wurde 1948 im Rahmen des Marshallplans gegründet?“ Der Abiturient tippte ohne Joker-Einsatz auf den Bundesnachrichtendienst – und lag damit daneben. Die richtige Antwort lautete: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Damit nahm er nur 500 Euro mit.
coh
Source: welt.de