US-Außenpolitik in Lateinamerika: Gibt es Parallelen zur Geschichte?

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich – soll angeblich Karl Marx gesagt haben. Manchmal sind diese Reime jedoch so offensichtlich, dass man kaum umhinkommt, darin mehr als nur reinen Zufall zu sehen. 

Am 3. Januar 1990 ergab sich Panamas Machthaber Manuel Antonio Noriega den USA. Am 3. Januar 2026 – auf den Tag genau 36 Jahre später – entführen die USA Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro. Die Einmischung der USA in die lateinamerikanische Politik hat eine lange Tradition.

Immer wieder unterstützten sie autoritäre Regime oder Staatsstreiche gegen demokratisch gewählte Regierungen und destabilisierten so die ganze Region. Der aktuelle Angriff auf Venezuela ist nur ein Beispiel in einer langen Liste von Interventionen.