US-Militäreinsätze im Pazifik: Fünf Menschen nebst neuem US-Angriff hinaus angebliche Drogenboote getötet

Bei Angriffen auf zwei angebliche Drogenboote
im Pazifik sind nach Angaben des US-Militärs fünf Menschen getötet
worden. Die Schiffe hätten sich in internationalen Gewässern befunden
und seien in Drogenhandel verwickelt gewesen, teilte das
US-Südkommando mit. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Drei Menschen seien auf dem
ersten Schiff und zwei auf dem zweiten Schiff getötet worden. Der Angriff erfolgte demnach auf Befehl von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Das Militär veröffentlichte einen kurzen Videoclip, der die Attacken aus der Vogelperspektive zeigen
soll. Es sieht so aus, als würden die Boote von Raketen getroffen. Die Authentizität des Videos ließ sich zunächst nicht überprüfen.

Schon mehr als 100 Tote

Seit September greifen US-Streitkräfte wiederholt Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im
Ostpazifik an. Dabei wurden bislang mehr als 100 Menschen
getötet. Konkrete
Beweise für diese Darstellung werden dabei nicht vorgelegt. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche
Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.

Die USA werfen Venezuela vor, den
Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit
die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Zuletzt verkündete
US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade gegen „sanktionierte“
Öltanker, die Venezuela anlaufen oder verlassen. Venezuelas
linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro vermutet dagegen
US-Pläne zu seinem Sturz.