Pitchdeck: Material-Startup Absora hat eine neue Art Blech gefälscht – und Investoren überzeugt
Der Gründer Johannes Härle stammt aus einer bekannten Erfinderfamilie. Ja, Erfinder-, nicht Unternehmerfamilie. Sein Vater Hans A. Härle erfand unter anderem einen Sintermetall-Rußpartikelfilter, einen Schallabsorber für die Flugzeugindustrie sowie eine automatisch abknickende Lenksäule. Und noch viel mehr: mehr als 150 Patente gehen auf ihn zurück.
Und auch sein Sohn Johannes hat jetzt ein neues Material erfunden. Wie Blech, aber besser: ein Leichtbau- und Mikroperforationsmaterial, das laut Unternehmen Schall und Vibrationen absorbiert, Strömungswiderstände verringert und zugleich leicht und stabil ist. Zehn Jahren hat Härle daran getüftelt. Nun ist sein Herstellungsverfahren patentiert und sein neues Material namens HSA3 soll kostengünstig in großer Menge hergestellt werden können. Dafür gründete er das Startup Absora.
Unterschiedliche Anwendungsbereiche
Eingesetzt werden könne HSA3 überall dort, wo heute Blech verbaut wird. Es gibt laut Unternehmen aktuelle Pilotprojekte mit Gaskraftwerken und den Erbauern von Schallschutzanlagen. Unter anderem entwickelt Absora auch gemeinsam mit der zur Samsung gehörenden FläktGroup Produkte für die Luft- und Klimatechnik.
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„Wir wollen das Tempotaschentuch des Metallbaus werden“, sagt der Erfinder und sieht einen entsprechend riesiges Marktpotenzial von 200 Milliarden Euro. In vielen Industriezweigen gälten Lärm- und Vibrationsschutz weiterhin als kostenintensiv und häufig ineffizient. Materialien wie Steinwolle oder Schaumstoffe dämpften nur eingeschränkt und würden zudem Entsorgungsprobleme verursachen.
Viele Angels an Bord
Investoren hat das überzeugt: In einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde hat Absora 1,25 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem von den VCs Heartfelt und Marvelous, so wie von der Angel-Allianz Better Ventures. Auch Gründer wie die von SB21 (Christian Vollman, Lukas Brosseder, Oliver Roskopf, Robert Maier) sowie Dr. Albrecht von Sonntag, Patrice Deckert, Stefan Tietze und Jannis Bandorski haben investiert.
Wir zeigen euch hier exklusiv das 15-seitige Pitchdeck, das das Industrie-Startup Absora beim Pitch um die erste Finanzierung vorgelegt hat. Weitere Pitchdecks findet ihr hier.
Source: businessinsider.de