Christoph Landolt: „Am Bütschgi beißt man sich dann fest!“
DIE ZEIT: Herr Landolt, jede Woche verschicken wir aus dem Schweizer Büro der ZEIT einen Newsletter. Er heißt „Grüezi! … and hello world!“, doch das Wort „Grüezi“ verärgert manche so sehr, dass sie den Newsletter wieder abbestellen. Kürzlich hat uns ein Leser geschrieben: „Ihr Grüezi geht mir auf die Nerven!“
Christoph Landolt:
(lacht schallend)
ZEIT: Was ist los mit diesem Wort „Grüezi“?
Landolt: Ich gehe davon aus, dass dieser Leser an einem Ort wohnt, wo man nicht „Grüezi“ sagt: In der Innerschweiz oder in Basel, da sagt man „Guete Tag“, etwas weiter westlich heißt es „Grüessech“. In den unterschiedlichen Ausdrucksweisen wird ein Ost-West-Gegensatz deutlich. Ich kann mir also vorstellen, dass sich Ihr Leser durch Ihr „Grüezi“ von Zürich vereinnahmt fühlt.