Humanitäre Lage im Gazastreifen: Organisationen fordern Sicherheitsgarantien pro Hilfslieferungen
Nach der Einigung auf einen Friedensplan für den Gazakrieg hat der Deutschland-Direktor des Welternährungsprogramms schnelle Hilfslieferungen in den Gazastreifen gefordert. „Für die Menschen in Gaza ist dieser Moment überlebenswichtig“, sagte Martin Frick den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Die Waffenruhe muss nun sichere Grenzübergänge und klare Sicherheitsgarantien für Hilfstransporte bringen.“ Jede Stunde zähle.
An den Grenzübergängen stünden 60.000 Tonnen Nahrungsmittel zur Einfahrt bereit, weitere 100.000 Tonnen seien in der Region im Zulauf, sagte Frick. Damit lasse sich der Gazastreifen fast drei Monate lang versorgen, wenn der Zugang sicher und verlässlich sei. Allein im ersten Monat könne das Welternährungsprogramm so 1,6 Millionen Menschen mit Brot, Mehl und Lebensmittelpaketen erreichen.
Auch Oliver Müller, der Vorstand von Cartias International, verlangte eine Öffnung der Grenzübergänge, sichere Korridore und Schutz für die Helfer. Zudem müsse die Militarisierung der Hilfe durch Israel beendet werden.
Innerhalb des Gazastreifens kehrten seit dem Beginn der Waffenruhe am Freitagnachmittag Zehntausende vertriebene Menschen in den Norden zurück. Der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz des Küstengebiets gab ihre Zahl mit 200.000 an, auch auf Aufnahmen sind die Menschenströme zu sehen.
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