USA: Das Comeback dieser US-Wirtschaft hat zwei trügerische Treiber

Bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung diese Woche rühmte Präsident Dobald Trump die Dynamik der US-Wirtschaft und seinen Anteil daran. In seiner ersten Amtszeit habe er die größte Wirtschaft in der Geschichte der Welt aufgebaut. „Und ich mache dasselbe noch einmal, aber dieses Mal ist es sogar noch viel größer und noch besser.“ Amerika sei „hot“, kein Land reiche an die USA heran. Die jüngsten Statistiken geben ihm recht, zumindest, was die Industrienationen angeht. 

So ist die US-Wirtschaft von April bis Juni fast vier Prozent gewachsen, wie die zuständige Behörde für Wirtschaftsstatistik BEA am Donnerstag bekannt gab. Zum Vergleich: Die Wirtschaft in der EU legte im gleichen Zeitraum gerade einmal 1,5 Prozent zu. Für die meisten Ökonomen sind die US-Zahlen überraschend. Schließlich warnen sie seit Monaten, die von Trumps Regierung eingeführten Zölle würden die Preise erhöhen und damit Konsumenten zurückhaltender werden lassen, was wiederum dazu führe, dass Unternehmen weniger investieren und weniger Arbeitsplätze geschaffen werden. Noch in den ersten drei Monaten des Jahres schienen diese Befürchtungen wahr zu werden. Die US-Wirtschaftsleistung schrumpfte sogar leicht. Doch die Statistik spiegelte lediglich den enormen Anstieg der Importe wieder, weil viele Unternehmen ihre Lager füllen wollten, bevor Trumps Regierung höhere Zölle einführen würde.