„Er schaute in die Ewigkeit. Er war schon zusammen mit Jesus“
US-Autor Frank Turek saß in dem Auto, in dem der niedergeschossene Charlie Kirk ins Krankenhaus gebracht wurde. Der US-Autor schildert nun den hektischen, aber letztlich vergeblichen Kampf um das Leben seines Freundes – und welche überraschende Wendung es zuletzt noch gab.
Die Erschütterung über den Mord an dem rechtskonservativen Aktivisten und Podcaster Charlie Kirk ist in den USA nach wie vor riesig. Und noch immer kommen neue Details des tödlichen Attentats vom 10. September an die Öffentlichkeit. Aktuell etwa kursiert in den sozialen Medien ein Video von Frank Turek, einem in den USA bekannten Evangelikalen, der auch als Autor und Redner bekannt ist.
Der 63-Jährige war einer der Männer, die noch versuchten, Charlie Kirks Leben zu retten. Turek, der mit Kirk nach eigenen Angaben befreundet war („Charlie war wie ein Sohn für mich“), saß in dem schwarzen SUV, der den Schwerstverletzten kurz nach dem Attentat um 12.20 Uhr Ortszeit in die Klinik brachte. In dem bereits tausendfach aufgerufenen Videoclip schildert Frank Turek die Fahrt und die Versuche der Freunde, den todgeweihten Charlie Kirk zu retten.
„Fahr, fahr, fahr“, schrien die Helfer
Dass er die schockierenden, aber auch – so sein Fazit – versöhnlichen letzten Minuten im Leben des Aktivisten teile, geschehe, so der 63-Jährige, ausdrücklich in Absprache und mit Billigung von Witwe Erika Kirk. Und so schildert Turek seine Erlebnisse:
Er und andere Vertraute des „Turning Point USA“-Gründers hätten den von einem Schuss am Hals getroffenen und stark blutenden Kirk in einem SUV gehievt. Dabei gab es Probleme: Der über 1,90 Meter große Kirk habe quer auf der Rückbank des Wagens gelegen, und die Tür des Wagens habe wegen seiner Körpergröße nicht komplett geschlossen werden können.
Dennoch sei der Wagen in hoher Geschwindigkeit Richtung Krankenhaus gerast, unter den – immer verzweifelteren – Rufen der fünf Mitfahrer: „Fahr, fahr, fahr“! Er selbst, so Turek, sei nur durch einen spontanen Sprung durch den Kofferraum überhaupt noch in das Auto gelangt. „Wenn es auch nur eine kleine Chance gab, ihn zu retten, dann, so dachte ich, muss ich helfen“, beschreibt er seine Motivation unter Tränen.
Er und seine Beisitzer – darunter erfahrene Personenschützer – hätten während der Fahrt versucht, die Blutung des Schwerstverletzten zu stoppen. Der 31-Jährige wurde an der Halsschlagader getroffen, der massive Blutverlust war schon auf der Bühne und in den das Attentat dokumentierenden Videos ersichtlich. Die Anspannung sei enorm gewesen, so Turek. Er selbst habe mit seinen eigenen Söhnen am Handy gesprochen.
Turek bestätigt: Kirk hatte für eine kurze Zeit wieder einen Pulsschlag
Kurz habe man überlegt, für einen zufällig vorbeifahrenden Krankenwagen zu stoppen, sich aber dann dagegen entschieden. Dies sei die richtige Entscheidung gewesen, habe man ihnen später im Krankenhaus gesagt, so der sichtlich emotionale Turek. Auch er selbst habe im Auto noch eine Wiederbelebung versucht. In diesem Moment der Schilderung versagt ihm die Stimme.
Erst in der Klinik sei den Ärzten tatsächlich das schier Unmögliche noch gelungen: Sie hätten Kirk so wiederbelebt, dass der Puls wieder geschlagen habe, bestätigt Frank Turek in seinem Video.
Die Meldung, dass Charlie Kirks Herz noch schlage, kursierte an dem Tag auch in den Sozialen Medien und machte den Anhängern kurz Hoffnung. Sein Freund sei einfach stark und körperlich unglaublich gesund gewesen, so hätten die Ärzte es ihnen anschließend erklärt, erläutert der Buchautor. Letztlich jedoch seien die erlittenen Verletzungen zu stark gewesen. Und gefühlt, so Turek, habe er dies als Augenzeuge auch schon während der Autofahrt. Wörtlich sagt Turek: „Charlie war schon nicht mehr hier.“ Seine Augen seien geöffnet gewesen, „aber er schaute nicht mich an, er schaute in die Ewigkeit. Er war schon bei Jesus“, so der gläubige Christ. Und wiederholt den Satz: „Wenn es ein Trost für Euch ist, er war bei Jesus!“.
Im Nachhinein habe auch er diesen Moment als tröstlich empfunden, macht Turek dann noch deutlich. Später sei ihm von den Ärzten versichert worden, dass Kirk nahezu sofort verstorben sei und keine Schmerzen mehr gespürt habe. „Dennoch mussten wir doch alles versuchen“, so sein Fazit. Aber es sei auch beruhigend für Ersthelfer, nun zu wissen: Keine Erste Hilfe, kein noch schnellerer Transport ins Krankenhaus und auch keine Operation hätten den Tod irgendwie verhindern können, schließt der Vertraute der Familie seine Ansprache.
Offiziell wurde der Tod von Charlie Kirk um 14:40 Uhr Ortszeit bekannt gegeben. Das Video von Frank Turek hat bei X bereits Millionen Aufrufe und wurde von vielen Accounts geteilt.
krott
Source: welt.de