Israel | Palästinensische Ärzte in israelischen Gefängnissen: Kein Tag verging ohne Folter

Palästinensische Ärzte wurden in israelischen Gefängnissen gedemütigt, nachdem man sie aus Gaza deportiert hatte. Hier berichten vier Opfer von der brutalen Zeit in den Händen ihrer Peiniger


Das Verhalten der israelischen Soldaten führte zu einer Untersuchung im Sde Teiman-Gefangenenlager

Foto: Amir Cohen / picture alliance / Reuters


Nach internationalem Recht müssen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen, zumal in Kriegsgebieten und zu Kriegszeiten, vor Angriffen von Kriegsparteien geschützt werden, um Menschen medizinisch versorgen zu können. Bis zum Beginn des Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas im Januar wurden jedoch im Gazastreifen mehr als tausend Mitarbeiter des medizinischen Dienstes getötet, viele Krankenhäuser in Schutt und Asche gelegt, die Versorgung mit Geräten und Medikamenten unterbrochen.

Eine Kommission des UN-Menschenrechtsrates hat das als Kriegsverbrechen eingestuft. Diesem Urteil liegt nicht zuletzt die Tatsache zugrunde, dass Hunderte von Ärzten, die Luft- und Bodenangriffe überlebten, verhaftet und illegal über die Grenze gebracht wurden.

Übersetzung: Carola Torti