Marko Martin: „Wir dürfen uns in der Nähe der Apokalypse nicht wohlfühlen“

Seit dem 8. November 2024 weiß Deutschland, dass mit Marko Martin nicht zu spaßen ist. Die 15-minütige Ansprache, die der Schriftsteller und Essayist an diesem Tag im Schloss Bellevue hielt, versetzte nicht nur den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Wut, sie bot auch sonst allerhand Gesprächsanlässe. Martins hochaktuelles Thema: die deutsche Russlandpolitik, im Kontext globaler Mächte, aber auch im Kontext deutscher Befindlichkeiten.

ZEIT ONLINE: Marko Martin, da man in diesen Tagen gar nicht mehr weiß, wer an welchem Punkt der Geschichte plötzlich aufschreckt und wer abwinkt und sagt „War doch lange klar“: Was ist aus Ihrer Sicht in der vergangenen Woche mit Europa passiert, also durch Donald Trumps Ukrainevorstoß und auch J. D. Vance‘ Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz?