30.000 Deutsche in Golfregion in Not – Lufthansa-Flugzeug fliegt leer von Abu Dhabi nachdem München

Ein Airbus A380 der Lufthansa ist ohne Passagiere von Abi Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus mit dem Ziel München gestartet – trotz Zehntausender gestrandeter Reisender in der Golfregion. Das gab die Lufthansa bekannt. „Eine Passagierbeförderung ist geprüft worden“, sei aber leider nicht möglich, heißt es in der Mitteilung der Fluggesellschaft. An Bord der Maschine seien lediglich zwei Piloten.

Für die Mitnahme von Fluggästen wäre aus Sicherheitsgründen eine mindestens 17-köpfige Kabinencrew erforderlich gewesen, die nicht zur Verfügung gestanden habe und wegen der massiven Einschränkungen auch nicht habe eingeflogen werden können.

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„Ohne Flugbegleiter ist eine Passagierbeförderung rechtlich und sicherheitstechnisch ausgeschlossen“, teilte die Lufthansa weiter mit. Zudem seien auch die Erreichbarkeit des Flughafens in Abu Dhabi für viele Fluggäste sowie der Check-in, die Sicherheitskontrolle und das Boarding dort nicht gewährleistet gewesen.

Beim Airbus A380 handelt es sich um das weltgrößte im Interkontinentalverkehr eingesetzte Passagierflugzeug. Die betroffene Maschine der Lufthansa sei seit 6. November in Abu Dhabi gewartet worden und werde nun nach Deutschland überführt.

Nach Angaben aus der Tourismusbranche sitzen derzeit rund 30.000 Gäste von deutschen Reiseveranstaltern in der Golfregion fest und können bislang nicht ausreisen, weil aufgrund des Iran-Kriegs keine Flugzeuge fliegen. Hinzu kommen Geschäftsreisende.

Bei einer Pressekonferenz am Montag in Berlin sagte Außenminister Johann Wadephul, die Bundesregierung bereitee die Entsendung von Flugzeugen in den ​Nahen Osten vor, um dort gestrandete deutsche Touristen nach Hause zu ⁠holen. Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische Hauptstadt Riad geschickt werden, weil dort die Lufträume noch geöffnet seien.

Source: welt.de