Viktor Orbáns eigenmächtige Ukraine-Friedensmission: Einer muss ja lancieren

Was haben Friedrich Merz und Viktor Orbán gemeinsam? Sie stimmen im Grundsatz in einer zentralen außenpolitischen Frage überein. Ungarns Ministerpräsident und Deutschlands Möchtegern-Kanzler teilen nämlich die Ansicht, dass die Zeit für die Frage gekommen sei, wie sich der Ukraine-Krieg beenden lasse. Merz, noch im Frühjahr für die Gegenposition bekannt, verkündete das jüngst im Sommerinterview des ZDF: „Wir müssen sehen, dass wir Möglichkeiten eröffnen, wie dieser Konflikt irgendwann mal beendet wird.“ Wer diesen Satz halbwegs ernst nimmt, kommt kaum daran vorbei, hier das außenpolitische Unwort unserer Tage mitschwingen zu hören: Verhandlungen. Mit Russland.

Nicht zu reden, kann teuer werden

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