Urlaubszeit: Aus Deutschland sind weniger Ziele mit Billigflügen erreichbar

Von deutschen Flughäfen aus sind weniger Ziele mit sogenannten
Billigfliegern erreichbar als im Jahr zuvor. Laut der regelmäßigen
Auswertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bedienten Airlines
in einer Woche 466 Strecken,
die den Kriterien einer Low-Cost-Gesellschaft entsprechen – ein Jahr
zuvor waren es noch 485 Ziele. Gezählt wurde in einer ausgewählten Woche im Januar 2024.

Gleichzeitig stieg die Anzahl der angebotenen Flüge. Ryanair-Flüge starteten beispielsweise
in Europa fast 15.000 Mal in
der beobachteten Woche. Das sind rund 15 Prozent mehr als im
Vergleichszeitraum 2019 vor Ausbruch der Corona-Krise.

Wichtige Merkmale von
Billigfliegern im Sinne der DLR-Studie sind niedrige Ticketpreise und
ihre Verfügbarkeit im Internet. Die 13 einbezogenen Gesellschaften boten in
der beobachteten Woche 2.100 Starts zu Zielen in 40 Ländern an. Während innerdeutsche Strecken weniger bedient wurden, flogen die Airlines Spanien sogar vermehrt an.

Eurowings bietet meiste Billigflüge in Deutschland

Die meisten
Low-Cost-Angebote in Deutschland sind bei der Lufthansa-Tochter Eurowings zu finden, gefolgt von Ryanair. Gestartet wird am häufigsten am Flughafen Berlin, gefolgt von Düsseldorf, Hamburg und Köln. Kleinere
Flughäfen wie Dortmund, Weeze oder Memmingen haben ihr Angebot
deutlich ausgebaut.

Bei
Flügen aus Deutschland bot Ryanair mit 66,01 Euro den
günstigsten Durchschnittspreis für ein One-Way-Ticket ohne
Aufgabegepäck
. Es folgen Easyjet mit 83,86 Euro und Wizz Air mit 94,48
Euro pro Flug. Eurowings war mit durchschnittlich 109,65 Euro der
teuerste Anbieter. Ein Preisvergleich mit den Vorjahren ist laut DLR nicht sinnvoll, weil in dem beobachteten Zeitraum die deutsche
Luftverkehrssteuer erhöht wurde.

Für die Studie wurden eine Vielzahl von
Verbindungen mit vier unterschiedlichen Vorausbuchungsfristen zwischen
einem Tag und drei Monaten ausgewertet.