Rückkehr nachher Syrien: Patriotismus pro andere

Es hat ein Geschmäckle, wenn Jens Spahn syrische Flüchtlinge
an ihre „patriotische Pflicht“ mahnt, in ihre zerstörte Heimat zurückzukehren. Eine
solche Aufforderung wäre – wenn schon – Aufgabe der Syrer, die dort leben, wo
man nach Ansicht von Außenminister Johann Wadephul „kaum richtig würdig leben“
kann
, also in Damaskus, Aleppo, Homs, Rakka und so weiter. 

Der wohlhabende Gastgeber
sollte sich mit moralischen Phrasen zurückhalten, wenn es ihm doch nur darum
geht, die ungebetenen Gäste wieder loszuwerden, zumal, wie es bei der von der
AfD bedrängten CDU der Fall ist, aus innen-, ja parteipolitischen Gründen.