Private Credit: Waffenruhe und freie Fahrt

Donald Trump hatte gedroht den Iran „zurück in die Steinzeit zu bomben“, sollte er die Straße von Hormuz nicht freigeben. Nun wurde in der Nacht stattdessen eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet. Was darüber bisher bekannt ist, erklären Juliane Schäuble und Lisa Pausch in den Nachrichten.

Neben den direkten wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges wächst das Risiko einer Finanzkrise durch den Markt für Private Credit. Dabei handelt es sich um privat vergebene, kaum regulierte Kredite, in die in den vergangenen Jahren rund 3,5 Billionen Dollar investiert wurden. Diese Fonds verleihen Kredite an risikoreichere Unternehmen und erzielen so höhere Renditen. Seit Beginn des Iran-Krieges kommt es zu ersten Spannungen: Investoren ziehen vermehrt Kapital aus diesen Fonds ab. Gleichzeitig geraten Unternehmen durch steigende Energiepreise und Zinsen unter Druck, was die Rückzahlung von Krediten erschwert. Obwohl sich Private Credit vor allem auf nicht börsennotierte Unternehmen konzentriert, sehen Fachleute mögliche Risiken für das gesamte Finanzsystem. Welche Auswirkungen dies auf die Finanzmärkte haben könnte, ordnet Heike Buchter, Finanzkorrespondentin im New Yorker Büro der ZEIT, im Podcast ein.

Die Sperrung der Straße von Hormus infolge des Iran-Krieges hat zentrale Öl- und Gaslieferungen unterbrochen. Da ein Großteil dieser Ressourcen für asiatische Märkte bestimmt ist, zeigen sich die Auswirkungen dort besonders deutlich. In mehreren Ländern steigen die Energiepreise, zugleich kommt es zu Versorgungsengpässen. In Indien betrifft das vor allem Haushalte und Unternehmen, die auf Flüssiggas angewiesen sind. Zahlreiche Restaurants und Fabriken stellen ihren Betrieb ein. Die Situation wirkt sich zudem auf Industrie und Landwirtschaft aus. Auch in Pakistan wurden deutliche Preissteigerungen verzeichnet, begleitet von staatlichen Sparmaßnahmen. Selbst wirtschaftsstarke Staaten wie Japan und Südkorea greifen auf ihre Reserven zurück und prüfen langfristige Optionen wie den Ausbau der Atomkraft. Welche Folgen diese Entwicklung für Europa hat, analysiert ZEIT-Autorin Natalie Mayroth.

Und sonst so? „Platja de Betrunkene“ auf Mallorca

Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

Redaktion: Philip-Johann Moser

Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle

Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.