Bienenwachskerzen: Es braucht Licht im Dunkeln

Man irrt sich leicht, das ist vielleicht die gute Nachricht.
Oft irrt man sich aus Angst und Sorge vor dem, was auf einen zukommt, das ist
weniger gut. Denn Angst und Sorge trüben unnötig den Blick auf die ohnehin
trübe Wirklichkeit, in diesem späten deutschen November. 

Wer aber einen nassen, dunklen Morgen lang vergeblich auf der Suche nach Kerzen für den Adventskranz war, also
nach echten Kerzen, die aus Bienenwachs, erst auf dem Markt, dann in der
Drogerie, noch eine Drogerie, alsdann ein Bioladen, und wer nirgends welche
gefunden hat, der kann leicht in jene graue Sorge verfallen, die schon in
Goethes Faust II eine traurige Rolle gespielt hat: „Wen ich einmal mir besitze, / dem ist alle Welt
nichts nütze; / Ewiges Düstre steigt herunter, / Sonne geht nicht auf noch
unter.“ Dass sie, wenn etwas schiefläuft, gleich immer alles
in ihren dunklen Mantel einhüllen will, das ist an der Sorge das Schlimmste.
Sie ist übergriffig.