Erstmals seit Oktober 2023 liegt die Linkspartei im ZDF-Politbarometer wieder bei mehr als fünf Prozent. Würde an diesem Sonntag gewählt, würde der Partei laut der Umfrage somit der Wiedereinzug in den Bundestag gelingen. Für FDP und Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gilt dies nicht: Die FDP liegt im Politbarometer bei vier Prozent, das BSW bei drei Prozent.
Seine Beliebtheitswerte deutlich verbessern konnte Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz. 31 Prozent der Befragten gaben an, ihn als Kanzler zu bevorzugen – das entspricht vier Punkten mehr als in der vorherigen Befragung. Die Zustimmung zur Union verharrt jedoch bei 30 Prozent.
SPD wieder vor den Grünen
Die Werte für Amtsinhaber Olaf Scholz stiegen um zwei Punkte auf 16 Prozent, die SPD gewann einen Punkt und liegt nun bei 15 Prozent. Die Zustimmung für den Grünen-Kanzlerkandidaten Robert Habeck sank um zwei Punkte auf 25 Prozent, seine Partei verschlechterte sich um einen Punkt und liegt bei 14 Prozent und damit wieder knapp hinter der SPD. Wird die Frage auf die Wahl zwischen Scholz und Merz reduziert, kommt der SPD-Kanzlerkandidat auf 42 Prozent und der CDU-Vorsitzende auf 46 Prozent.
Bei der Frage nach der bevorzugten Koalition nach der Bundestagswahl liegt eine große Koalition aus Union und SPD mit 48 Prozent weiter vorn. Dann folgt ein schwarz-grünes Bündnis mit 25 Prozent und eine Unions-AfD-Koalition mit 19 Prozent. Diese von Merz bereits ausgeschlossene Variante befürworten auch nur acht Prozent der Unionsanhänger. 44 Prozent der Befragten erwarten, dass es auch bei einer unionsgeführten Bundesregierung keine verbesserte Wirtschaftslage in Deutschland geben würde.
Welche Koalitionen sind möglich?
Unsicherheit simulieren wir täglich 1.000 verschiedene
Wahlausgänge und berechnen für jeden eine fiktive
Sitzverteilung. Dann zählen wir, wie oft die jeweilige
Koalition eine Mehrheit hätte.
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Umfragewerte sind immer Momentaufnahmen. Mehr als eine grobe Tendenz für ein Meinungsbild lässt sich daraus nicht ableiten. Selbst wenn die Zahlen zum Veröffentlichungszeitpunkt der Umfrage nahe an der Realität liegen, ist immer noch offen, ob die damals befragten Wähler zum Beispiel später tatsächlich ihre Stimme abgeben oder sich kurzfristig anders entscheiden. Da nie alle Wahlberechtigten, sondern nur eine Stichprobe befragt wird,
unterliegen die Umfragen außerdem statistischen Schwankungen.