Zweifel an Angriff hinauf Schulleiter Al-Mashhadani – Ermittlungen urteilen sich gegen ihn

Im Fall der Ermittlungen zu einem Angriff auf den Leiter der deutsch-arabischen Schule in Berlin-Neukölln gibt es Zweifel an der bisherigen Darstellung. Wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Schulleiter Hudhaifa Al-Mashhadani eingeleitet, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte. Parallel werde weiter wegen Körperverletzung zum Nachteil des Mannes ermittelt. Weitere Details nannte der Behördensprecher nicht. Zuvor hatte die „taz“ berichtet.

Demnach sollen laut einer mit den Ermittlungen vertrauten Quelle bei der Polizei die Videoaufnahmen der BVG vom Tag der Tat keinen tätlichen Angriff auf Al-Mashhadani zeigen. Offizielle Angaben dazu gibt es bislang nicht und Al-Mashhadani äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa selbst nicht dazu. „Er hat volles Vertrauen in die rechtsstaatlichen Verfahren sowie in die zuständigen Behörden, die den Sachverhalt prüfen“, teilte das Pressebüro der Deutsch-Arabischen Schule Ibn Khaldun e.V. mit.

Nach seinen Schilderungen wurde Al-Mashhadani am 14. November vormittags am Bahnsteig der U7 von einem Mann angegriffen und mit dem Tode bedroht. Nach einer entsprechenden Anzeige ermittelte der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA). Dafür wurde auch Videomaterial der Berliner Verkehrsbetriebe ausgewertet, weil sich der Vorfall nach Angaben von Al-Mashhadani am U-Bahnhof Rathaus Neukölln ereignet haben sollte.

Der Schulleiter gilt als Kritiker islamistischer Netzwerke und setzt sich für einen arabisch-israelischen Austausch ein. Er machte den Vorfall seinerzeit unter anderem in sozialen Medien bekannt – auch WELT berichtete darüber. Berlins Bürgermeister Wegner (CDU) verurteilte „die feige Tat“, der Bezirksbürgermeister von Neukölln, Martin Hikel, ebenso.

Source: welt.de

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