Wohnungspolitik: Der Wohnungsmarkt dieser Stubenhocker

Die Schere zwischen Bestands- und
Neuvermietungen ist groß, fast jeder siebte Haushalt ist mit den Wohnkosten finanziell überlastet. Doch bei der
Wohnungspolitik kommt Deutschland kaum voran. Der Grund: Es gibt Blockaden, die mit Bauen
allein nicht überwunden werden können, schreibt der Ökonom Georg Cremer.
Er ist ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands und lehrt als
außerplanmäßiger Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität
Freiburg.

Man kann in Deutschland zugleich zu viel und zu wenig Platz haben. Wer eine Wohnung hat, sitzt oft fest. Wer draußen ist, findet häufig nichts Bezahlbares. Die Wohnungsfrage trennt die, die bleiben, von denen, die umziehen müssten oder keine Wohnung haben – und genau daran klemmt es. Es gibt eine Spaltung zwischen jenen, die eine Wohnung haben, und jenen, die eine suchen. Das zeigt sich auch bei den Mieten.

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