Wenn in der Bundespolitik über die steigenden Wohnkosten gestritten wird, geht es oft um fachpolitisches Klein-Klein: Darum, ob die Mietpreisbremse bis 2029 verlängert werden soll oder nur bis 2028. Oder ob die Bestandsmieten pro Jahr um fünf oder nur um drei Prozent steigen dürfen. Es geht um Details – und fast immer betreffen sie Maßnahmen, die allenfalls Symptome lindern. Eher selten dreht sich die Debatte um grundsätzliche Fragen. Um jene Richtungsentscheidungen also, die Deutschland überhaupt erst in die gegenwärtige Wohnkrise hineinmanövriert haben.