Wohnungsbau: Behörden genehmigen Bau von mehr neuen Wohnungen

Erstmals seit 2021 wurde wieder mehr neuer Wohnraum genehmigt. Nach drei Jahren mit rückläufigen Zahlen erteilten die Behörden 2025 mehr Genehmigungen für den Um- und Neubau von Wohnungen. Das Statistische Bundesamt zählte 238.500 Einheiten. Das entspricht einem Anstieg von 10,8 Prozent zum vorherigen Jahr. 

Den noch vorläufigen Zahlen zufolge
wurden im vergangenen Jahr in neuen Wohngebäuden 194.200 Wohnungen
genehmigt und damit 13,2 Prozent mehr als 2024. Die Zahl der neuen
Einfamilienhäuser stieg um 17,2 Prozent auf 44.500, die Zahl neuer
Zweifamilienhäuser lag fast unverändert bei 12.600. In
neuen Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart,
genehmigten die Behörden 128.100 Wohnungen und damit
12,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sprach von einem Beleg dafür, „dass die Trendwende im Wohnungsbau begonnen hat“. Insbesondere das zweite Halbjahr mit einem Wachstum von 17,8 Prozent unterstreiche, „dass sich im Wohnungsbau vieles in die richtige Richtung bewegt“, sagte die Ministerin. „Die Stimmung in der Branche hat sich verbessert und auch die Investitionen steigen. Das ist auch das Ergebnis klarer politischer Entscheidungen.“

Bis die genehmigten Bauvorhaben umgesetzt werden, dauert es jedoch. Nach Schätzungen der Immobilienbranche werden im laufenden Jahr nur 215.000 Wohnungen fertiggestellt werden. Das wären etwa 20.000 weniger als 2025 und insgesamt deutlich weniger als benötigt.

Bundesregierung will mit „Bau-Turbo“ Genehmigungen beschleunigen

Seit Jahren ist bezahlbarer Wohnraum vor allem in Ballungsräumen knapp. In Städten wie München, Frankfurt oder Berlin, aber auch in anderen Regionen sind die Kosten fürs Wohnen für viele Menschen deutlich zu hoch.

Die amtierende Bundesregierung will mit einem „Bau-Turbo“ über schnellere Genehmigungen den schleppenden Wohnungsbau voranbringen. Fachleute halten das für einen richtigen Impuls. Bauministerin Hubertz sagte, dass die Regierung mit diesem und weiteren Schritten dafür sorgt, „dass sich der positive Trend auch im Jahr 2026 weiter fortsetzt“. Die meisten Hochbauunternehmen rechnen erst für die Jahre 2027 und 2028 mit spürbaren Effekten des „Bau-Turbos“.

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