In der deutschen Autoindustrie waren Ende September rund 50.000 Menschen weniger beschäftigt als noch ein Jahr zuvor. Das entspreche einem Rückgang von 6,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Insgesamt arbeiteten damit nur noch rund 721.000 Menschen in der deutschen Autobranche – so wenig wie zuletzt Mitte 2011.
Auch in anderen Branchen wirkt sich die anhaltende Wirtschaftskrise auf die Beschäftigtenzahlen aus. In der gesamten Industrie arbeiteten Ende September 5,43 Millionen. Das waren 120.300 Menschen oder 2,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie die Statistiker vermeldeten. Besonders betroffen waren dabei Betriebe in der Metallerzeugung und Metallbearbeitung (-5,4 Prozent) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-3 Prozent). Auch im Maschinenbau schrumpfte die Zahl der Beschäftigten um -2,2 Prozent.
Gemessen am Rückgang von Produktion und Aufträgen sei der Rückgang in den Beschäftigtenzahlen allerdings noch moderat, sagte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) Sebastian Dullien. Die Daten würden zeigen, wo die Krisenherde in der deutschen Industrie liegen – es sei aber „noch nicht zu spät, den Großteil der Jobs in der Industrie zu retten“.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.