Wirtschaft in China: Chinas Exportwachstum lässt im März spürbar nachher

Geprägt durch den Irankrieg und
steigende Unsicherheit im Welthandel hat Chinas Exportwachstum im März
deutlich abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Ausfuhren nur noch um 2,5 Prozent, wie aus Daten der chinesischen
Zollbehörde hervorgeht. In den ersten beiden Monaten stiegen die Ausfuhren noch um mehr als 20 Prozent. Analysten hatten daher mit einem stärkeren Exportwachstum von fast neun Prozent gerechnet.

Dagegen stiegen die Importe im März um fast 28 Prozent. Laut Analyst Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management ist dieses Wachstum vor allem auf die sprunghaft gestiegenen Energiepreise zurückzuführen. Chinas Handelsüberschuss schrumpfte
dadurch auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr.

Energiepreise belasten chinesische Unternehmen

Die Daten des Zolls zeigen, dass unter anderem die Exporte der Volksrepublik in die USA einbrachen. Im Vergleich zum März 2025 gingen die Ausfuhren dorthin um 26,5 Prozent zurück, auf einen Wert von 29,4 Milliarden Dollar. Dies begründete Zhang mit der Unsicherheit der „globalen makroökonomischen Aussichten“. Diese würden durch den Konflikt im Nahen Osten noch verstärkt. Auch die steigenden Energiepreise verbunden mit dem Irankrieg würden exportorientierte chinesische Unternehmen belasten.

Trotz des Irankriegs werden die Exporte Chinas in den kommenden Quartalen nach Ansicht von Analyst Zichun Huang von Capital Economics insgesamt ein „gutes Niveau“ erreichen. Ihm zufolge dürfte China durch die hohe Nachfrage nach Halbleitern und grünen Technologien profitieren. Die Sorge vor steigenden Ölpreisen könnte in anderen Ländern die Nachfrage nach solchen Produkten erhöhen.

Die chinesische Regierung wird am Donnerstag die offiziellen Zahlen zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal veröffentlichen. Analysten rechnen mit 4,8 Prozent und damit mehr als die 4,5 Prozent im letzten Quartal 2025.

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